Kind massiv verbrüht

Das Kleinkind erlitt schwere Verbrennungen. Im Abstand von einem halben Jahr soll es gleich zweimal Zwischenfälle mit kochendem Wasser gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Verdacht richtet sich gegen einen 26-Jährigen.

Es müssen höllische Torturen für das mittlerweile zweijährige Kind gewesen sein. Schließlich wurde es Ende 2013 und Mitte 2014 mit "massiven Verbrennungen" - in mindestens einem Fall zweiten Grades - ins Krankenhaus eingeliefert. Das teilte Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer auf Nachfrage mit. Es steht der Verdacht im Raum, dass diese Verletzungen absichtlich herbeigeführt wurden. Konkret: Dass das Kleinkind mit kochend heißem Wasser überschüttet wurde. Die Staatsanwalt ermittelt wegen Misshandlung Schutzbefohlener.

Am Dienstag musste ein Weidener wegen dieses Falls in Untersuchungshaft einrücken. Der 26-Jährige wurde allerdings bereits am Mittwoch wieder entlassen. "Es liegt kein Geständnis vor, von wem auch immer. Das macht die Sache nicht einfacher", erklärte Schäfer. Zudem seien die Familienverhältnisse schwer durchschaubar. Der Verdächtige "ist möglicherweise der Vater".

Der Verdacht der Misshandlung kam bei der zweiten Behandlung Mitte 2014 auf. Das Jugendamt schaltete damals die Polizei ein. Auch das Institut für Gerichtsmedizin war laut Schäfer mehrfach mit dem Fall betraut. Schäfer informierte außerdem darüber, dass das Kleinkind mindestens einmal in einer Spezialklinik behandelt werden musste.

Der Leitende Oberstaatsanwalt erklärte, dass einige Fragen noch nicht final geklärt seien. Unklar ist, was die Ursache der Verbrennungen ist und was sich konkret Ende 2014 und einige Monate später ereignet hat. Weil die Ermittlungen aktuell laufen, wollte Schäfer auch keine weiteren Details nennen.
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