Kindern auf die Sprünge helfen

Die Deckenschaukel und andere Hilfsmittel testeten die SPD-Frauen beim Besuch im Sozialpädiatrischen Zentrum. Zudem erfuhren sie viel Wissenswertes über die Einrichtung. Bild: Dobmeier

Migräne, Epilepsie, cerebrale Bewegungsstörungen: Kinder, die darunter leiden, finden Hilfe im Sozialpädiatrischen Zentrum. Und auch für Behinderte ist die Einrichtung ein Segen.

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) Weiden der Kliniken Nordoberpfalz eröffnete am 1. Oktober 2014. Als eines von bayernweit 18 Zentren unterstützt es die ambulante sozialpädiatrische Versorgung von chronisch und neurologisch Erkrankten, hilft behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern in der nördlichen Oberpfalz. In der Einrichtung im dritten Stock des ehemaligen Augustinerseminars sah sich jetzt eine Abordnung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen um. Leitende Ärztin Dr. Susanne Rinnert führt durch das interdisziplinär organisierte und multiprofessionell arbeitende SPZ.

Patienten bis 18 Jahre kommen auf Überweisung von Kinder- und Hausärzten sowie Fachstellen, wenn sie von Entwicklungsauffälligkeiten und chronischen Erkrankungen betroffen sind. Für behinderte Kinder gibt es eine individuelle und effektive Hilfsmittelversorgung. Es gibt eine Sprechstunde für Kinder mit psychosomatischen Beschwerden. Solche mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS), Teilleistungsstörungen (zum Beispiel Legasthenie) oder bisher ungeklärten Schulleistungsproblemen werden ebenfalls untersucht.

Nach Abschluss der Diagnostik erhält die Familie Beratung und ein Behandlungskonzept. 14 Mitarbeiter von Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und Logopäden sorgen in kindgerechter Umgebung für einen angenehmen Ablauf. Um die frühzeitige Diagnostik sowie eine umfassende Therapie der Kinder zu gewährleisten, befindet sich das SPZ-Team im intensiven Austausch mit den Kollegen, zum Beispiel mit Kinderärzten, Therapeuten, Ämtern und Frühförderstellen.

Das Sozialpädiatrische Zentrum ergänzt die langjährig bewährte pädiatrische Versorgung der Kinderklinik und der umliegenden Praxen. Um diese komplexe Aufgabenstellung gut zu bewältigen, bilden sich die Mitarbeiter regelmäßig weiter und stellen sich einem Qualitätsmanagementprozess.

Ab August steht auch ein Aufzug für Barrierefreiheit zur Verfügung. Mehrfachbehinderte Kinder können die SPZ-Angebote leichter nutzen.
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