Kirche erfahren

Die "Schleife 7" des Simultankirchenradweges ist am Sonntag auf dem Brunnerhof in Neubau von den Kirchengemeinden der Region Südwest, den Pfarrämtern Kaltenbrunn, Neunkirchen, Rothenstadt, Kohlberg und Wernberg Köblitz offiziell eingeweiht worden. Bild: war

Katholiken und Protestanten gingen einst in die gleiche Kirche. Das Simultaneum gibt es nicht mehr. Dafür aber nun einen Radweg, der die Gotteshäuser St. Bartholomäus in Rothenstadt, und die beiden Nikolaus-Kirchen in Etzenricht und Kohlberg verbindet. Diese "Schleife 7" ist am Sonntag eingeweiht worden.

"Erleben, Erfahren, Entdecken": In diesem Dreiklang überschrieben der Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz und Vorsitzender, Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler, ihr Projekt. Gegliedert in zehn Schleifen, jeweils Tagesetappen von 23 bis 48 Kilometer, steuern die vorgeschlagenen Touren für die Radler auf 400 Kilometern fast 50 Kirchen und weitere historische Orte an.

Die Route 7 führt von Rothenstadt nach Etzenricht, Weiherhammer, Röthenbach, Kohlberg, Weißenbrunn, Schwanhof, Oberwildenau zurück an den Ausgangsort. Am Sonntag wurde die "Schleife 7" wurde von den Kirchengemeinden der Region Südwest, den Pfarrämtern Kaltenbrunn, Neunkirchen, Rothenstadt, Kohlberg und Wernberg Köblitz auf dem Brunnerhof in Neubau eingeweiht.

Für die Anreise zum Open-Air-Gottesdienst mit Abendmahl auf dem Hof der Familie Brunner wählte etwa die Hälfte der Teilnehmer aus dem Einzugsgebiet im Rahmen der inzwischen sechsten Auflage der Fahrradsternfahrt der Region Südwest das Zweirad. Nach der "Schleife 10" in Wildenreuth und der "Schleife 1" in Fürnried war es die dritte Eröffnungsfeier. Gemeinsam gestalteten die Pfarrer Georg Hartlehnert aus Wernberg, Matthias Weih aus Kaltenbrunn, Martin Valeske aus Kohlberg, Andreas Ruhs aus Neunkirchen und Hans-Peter Pauckstadt-Künkler aus Rothenstadt unter einem Zeltdach den Gottesdienst, musikalisch flankiert vom Rothenstädter Posaunenchor. Weidens SPD-Fraktionschef Roland Richter sprach als Vertreter Weidens von "einem neuen Weg, von einer Verknüpfung zwischen Kirche, Kultur, Tourismus, die ein Alleinstellungsmerkmal besitzt" und einer "Kombination aus Vitalität und Spiritualität".

Miteinander betont

"Geschichte, Heimat und das Miteinander der beiden Konfessionen", rückte Etzenrichts Bürgermeister Martin Schregelmann in den Vordergrund, sein Kollege Rudolf Götz aus Kohlberg bezeichnete das Projekt als eine "sehr gute Idee, die Kultur und Freizeitaktivitäten bündelt". "Gutes Unterwegssein unter dem Motto Kirche bewegt" wünschte Pfarrer Gerhard Pausch als Repräsentant der katholischen Kirche.

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Weitere Informationen:

www.simultankirchenradweg.de
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