Klare Kante gegen Pegida

"Achtung! Macht nicht denselben Fehler wie das Zentrum 1933." Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer nutzte die Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) für klare Worte gegen Pegida und die Demonstrationen in Dresden.

Weiden. (uz) Zunächst zog die wiedergewählte AsF-Vorsitzende Sabine Zeidler Bilanz für ihre Gemeinschaft. "Bei uns menschelt's", sagte sie. Die Arbeitsgemeinschaft sei immer eng an der Seite der SPD gestanden. "Es war schon ein erfolgreiches Jahr", betonte sie. Sehr am Herzen lägen ihr die regelmäßigen Frühstückstreffen im Schülercafe Scout. Egal, ob ein Besuch in der Weidener Moschee, Flohmarktauftritte in der Innenstadt oder die Spenden an die Tafel: Die AsF habe stets am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilgenommen. Ein besonderes Lob galt Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "Auf unseren Kurt können wir uns immer verlassen." Die Arbeitsgemeinschaft stelle auch viele Stadträtinnen. "Es tut dem Stadtrat gut, dass wir dabei sind."

MdL Annette Karl dankte für die politische Arbeit, in der viele Themenfelder bearbeitet würden. Es gebe wenige AsF-Ortsgruppen, die so gut aufgestellt seien. Sie gab einen Bericht über die aktuelle Landtagsarbeit in München ab, wo sie als Oppositionspolitikerin oft genug gegen die "Arroganz der Macht" zu kämpfen habe. Angesichts des Anschlags auf die Meinungsfreiheit in Paris mahnte Annette Karl, dass man die Errungenschaften der Demokratie nicht für selbstverständlich halten dürfe.

Stadtverbandsvorsitzender Norbert Freundorfer bezeichnete das Attentat auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" als einen Angriff auf die Demokratie in Europa. Selbst wenn die Zeitschrift nicht nach jedermanns Geschmack sein möge, deren Satire nicht jedermann verstanden haben möge: "Es waren Journalisten, die mit ihrer Zeitschrift für die Pluralität und Demokratie eintraten." Europa werde dieser Anschlag aber nicht erschüttern.

Wende-Parolen gestohlen

Als viel gefährlicher stufte Freundorfer die Montagsdemonstrationen in Dresden ein. "Hier wird mit Parolen, die aus der Zeit der Wende gestohlen sind, ein Bild des deutschen Volkes konstruiert, für das ich mich schäme." Ein Bild gegen das die SPD immer angekämpft habe. In ihrer Tradition sollte die SPD auch jetzt wieder "klare Kante" zeigen. Auf die Frage, wie man mit Pegida umzugehen habe, gebe es nur eine Antwort: das Grundgesetz.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende Sabine Zeidler, Stellvertreterin Sonja Schreglmann, Schriftführerin Astrid Ermer, Öffentlichkeitsarbeit Anastasia Poscharsky-Ziegler, Organisationsleiterin Maria Seggewiß. Beisitzerinnen: Hildegard Burger, Gabriele Laurich, Dr. Sema Tasali-Stoll, Waldtraud Koller-Girke, Gunda Zupfer, Inge Schnupfhagn, Ulla Albert, Rosa Seifert, Carola Indinski und Lore Leitmeyer.
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