Klassiker steht an

Auf Tore von ihrem erfolgreichsten Angreifer Sean Ryder hoffen die Weidener Wasserballer auch im Heimkampf gegen den Tabellenzweiten OSC Potsdam. Bild: A. Schwarzmeier

Vor zwei Wochen gastierte der ungeschlagene Tabellenführer Neustadt/Weinstraße in der Thermenwelt und musste überraschend Federn lassen. Jetzt wollen die Weidener Bundesliga-Wasserballer im Klassiker auch dem zweitplatzierten OSC Potsdam mindestens einen Punkt abknöpfen.

(prg) Die Weidener Wasserballer, die schon seit Monaten mit vielen personellen Problemen zu kämpfen haben, ließen zuletzt aufhorchen. Sie sorgten mit dem Remis gegen Spitzenreiter Neustadt/Weinstraße für eine Überraschung. Erst sieben Sekunden vor dem Abpfiff kassierten sie den Ausgleich. Mit dieser Erfahrung hoffen sie auch gegen den nächsten Spitzengegner in der Thermenwelt auf Punkte. Auch wenn der Tabellenzweite aus Potsdam keine geringere Hürde als die Pfälzer darstellt. Anpfiff ist am Samstag, 21. Februar, um 18 Uhr.

Trainer Wodarz hadert mit verschiedenen Widrigkeiten im täglichen Training und ist besorgt um die Verfassung seiner Truppe. Kämpferisch ist er dennoch geblieben: "Da wir den Tabellenführer um ein Haar hätten schlagen können, suchen wir auch gegen die Potsdamer unsere Chance. In Potsdam haben wir das Spiel erst in den letzten Sekunden aus der Hand gegeben. Einige Spieler stehen uns diesmal nicht zur Verfügung, der Kern der Mannschaft ist aber dabei", beschreibt der Coach die Situation.

Im Kampf um den strategisch wichtigen fünften Tabellenrang ist jeder Punkt, sogar jedes Tor wichtig. Vor allem müssen die Weidener aus den Heimspielen ein Optimum herausholen. Die Begegnungen zwischen den Potsdamern und den Oberpfälzern sind traditionell hartumkämpft und emotional. Die Mannschaften kennen sich schon viele Jahre und zählten früher zu den "jungen Wilden" der Deutschen Wasserball-Liga.

Weiden stieg ein Jahr vor den Brandenburgern (2007) ein, und dies nach einem dramatischen Spiel im Aufstiegsturnier gegen OSC Potsdam, ein Jahr später folgten auch sie ins Oberhaus. Nur in den drei Jahren, während die Max-Reger-Städter in der A-Gruppe spielten, legten die Streithähne eine Pause ein. Seit zwei Jahren veränderten sich die Ansprüche, die Potsdamer um ihren Trainer, den früheren Welttorhüter Alexander Tchigir, streben weiterhin den Aufstieg in die A-Gruppe an, während die Weidener zum zweiten mal in Folge nur noch um den Klassenerhalt kämpfen.

Die Weidener sehen sich zwar, nicht nur aufgrund der aktuellen Tabellensituation als Außenseiter vor dieser Partie, genießen aber die Rolle und wollen sie mit großer Zuschauerunterstützung zu einer weiteren Überraschung nutzen.

Die voraussichtliche Aufstellung für Samstag: Srajer und Modl im Tor, Aigner, Stefan Kick, Trottmann, Thomas Kick, Langmar, Neumann, Schirdewahn, Dogdu, Jahn, Ryder und Kreiner
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