Klinik-Tiefgarage schließt ab März

Noch ist die Einfahrt frei, aber nicht mehr lange. Am Sonntagabend, 1. März, schließt die Tiefgarage des Klinikums. Dann beginnt die etwa einjährige Sanierung. Bild: Wilck

Nach der Tiefgarage an der Allee schließt nun auch die des Klinikums. Eine weitere Verschärfung der Parkplatzsituation im Norden der Innenstadt droht aber nicht. Die Kliniken haben vorgesorgt.

Der Termin steht: Ab Sonntagabend, 1. März, müssen Fahrzeuge von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern raus aus der Tiefgarage des Klinikums. Bis April kommenden Jahres ziehen stattdessen Bauarbeiter ein und werkeln an der rund 2,5 Millionen Euro teuren Sanierung. Wobei das erste Untergeschoss schon ab Ende September 2015 wieder nutzbar sein soll, wie der technische Leiter der Kliniken, Georg Schmauß, erläutert. Bei den Arbeiten geht es vor allem darum, den angerosteten oberen Teil der Bewehrung, also der Tragschicht zwischen den drei Ebenen, auszutauschen und weitere Schäden zu verhindern.

Ein Parkplatz-Chaos erwartet Schmauß indes nicht. Zwar seien die 309 Stellplätze gefragt. Wegen der absehbaren Sanierung hätten die Kliniken aber ihre Arbeiten am früheren Augustiner-Gelände vorgezogen und dort rund 250 Plätze geschaffen. Für die Mitarbeiter hat die AG außerdem den hinteren Teil der Parkplätze Am langen Steg angemietet. Unterm Strich "können wir wieder ungefähr dieselbe Zahl zur Verfügung stellen".

Die Klinikum-Tiefgarage wurde vor 25 Jahren gebaut. Seither gab es zwar immer wieder kleinere Nachbesserungen, aber noch keine derart große Sanierung. Probleme machen dem Bau Bewegungen, ausgelöst beispielsweise durch fahrende Autos. Dadurch sind im Lauf der Jahre winzige Risse in der Kunststoff-Abdeckung der Bewehrung entstanden, durch die Wasser und Salze eindringen. Das führte dazu, dass schließlich das Metall im oberen Teil der Bewehrung zu rosten begann, weshalb es nun ausgetauscht werden muss. Der untere Teil ist dagegen noch nicht angegriffen. "Zum Glück", wie Schmauß sagt, weil die Maßnahmen sonst erheblich teurer wären.

Damit das auch so bleibt, wird an der Bewehrung zudem eine dauerhafte elektrische Spannung angelegt, die verhindert, dass die Salze weiter nach unten wandern. Gleichzeitig bekommt die Tiefgarage im Zuge der Arbeiten eine neue Sprinkleranlage und eine neue Beleuchtung.

Der Ablauf der Maßnahmen ist laut Schmauß so geplant, dass das erste Untergeschoss (rund 100 Stellplätze) Ende September wieder zur Verfügung steht. Das sei nicht zuletzt für Patienten in ambulanter Behandlung wichtig, insbesondere für die der Strahlentherapie, die auf derselben Ebene wie das erste Untergeschoss liegt. Sie hätten dann wieder kürzere Wege.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.