Kliniken Nordoberpfalz AG: Leistungen und Personal nehmen zu - Vertrag von Vorstand Götz bis ...
Im ersten Halbjahr 21 600 Patienten

Wichtige Personalentscheidungen hat der Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz AG in seiner Sitzung am Donnerstag getroffen. Vorstand Josef Götz bleibt auch über den 30. Juni des nächsten Jahres hinaus in seinem Amt. Sein Vertrag wurde vorzeitig um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Der 53-jährige Schnaittenbacher ist seit 2004 als Vorstand tätig.

Jährlicher Wechsel

Einen Wechsel gibt es an der Spitze des Aufsichtsrates. Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß löst den Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert als Vorsitzenden ab, der nun Stellvertreter ist. Reine Formsache. Bereits in einem Jahr werden sich die Verhältnisse wieder umkehren. Hintergrund: Beide Politiker wechseln sich jährlich auch im Vorsitz des Verwaltungsrats der Sparkassen Nordoberpfalz ab. Mit der Regelung soll eine Überschneidung der beiden Aufgaben vermieden werden.

Hoch erfreut vermeldete Götz, dass die Kliniken AG zum 1. September und 1. Oktober insgesamt 94 neue Auszubildende einstellt. "Drei komplette Schulklassen finden bei uns einen Ausbildungsplatz." Aufgeschlüsselt ergeben sich 23 Krankenpflegehilfeschüler, 63 Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegekräfte sowie 6 medizinische Fachangestellte und 2 Kauffrauen/-männer im Gesundheitswesen.

Insgesamt stehen in diesem Jahr im Schnitt 1978 Vollzeit-Stellen zur Verfügung, 47 mehr als im Vorjahr. "Mit mehr Personal wollen wir den Leistungssteigerungen Herr werden, sagte Götz. Diese spiegeln sich auch in den Patientenzahlen wider. 21 600 im ersten Halbjahr bedeuten über 1000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, davon rund 15 000 Patienten auf der "Südschiene" (Weiden, Vohenstrauß, Neustadt). Und die Entwicklung hält weiter an. Nach 8 Monaten waren es schon 1200 Patienten mehr, dabei immer mehr schwere Fälle. Allerdings können die zusätzlichen Leistungen nicht verhindern, dass der Wirtschaftsplan am Ende des Jahres rote Zahlen schreibt. 2,6 Millionen Euro könnte das Defizit betragen. Immerhin: Anfang des Jahres lagen die Schätzungen noch bei 3,3 Millionen.

"Zukunftskonzept 2020"

Ein Schwerpunkt in der internen Diskussion ist derzeit das "Zukunftkonzept 2020". Dabei geht es um eine Anpassung der Strukturen und Leistungsangebote sowie die Verbesserung der Liquidität. Am 28. Oktober soll das Konzept in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats vorgestellt werden.

Schließlich teilte Götz mit, dass die St. Laurentius GmbH (sie betreibt die Pflegeeinrichtung Eschenbach) zu 100 Prozent übernommen wird. Bisher hält die Kliniken AG 51 Prozent. Die Bayreuther "Senivita" scheidet zum Jahreswechsel aus.
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