Kliniken prüfen Fusion

Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kliniken Nordoberpfalz AG und des Klinikums St. Marien Amberg gibt es bereits. Mittelfristig wird das nicht reichen gegen die Konkurrenz aus Regensburg, Nürnberg/Erlangen und Bayreuth.

In seiner Sitzung am Dienstag, die in Erbendorf stattfand, hat sich der Aufsichtsrat der Kliniken AG mit dem Thema "Kooperation" befasst und dabei mittelfristig auch eine Fusion mit dem Amberger Kommunalunternehmen nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil. Bevor aber weitere Überlegungen in dieser Richtung angestellt werden, soll nach Informationen des "Neuen Tages" neben einem Abstimmungsgespräch der beteiligten Landräte und Oberbürgermeister auch das Bundeskartellamt eingeschaltet werden. Bei der Prüfung ist die Grundsatzfrage der marktbeherrschenden Stellung zu klären. Inzwischen ist es schon zu einer internen Vorabprüfung mit der Firma BDO, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, gekommen. Sie hat bereits mehrere solcher Verfahren begleitet und erwartet in ihrer Marktanalyse mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Genehmigung.

Nur ein Standort absehbar

Ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kliniken ist das Perinatalzentrum Nordostbayern, das übergreifend über die Standorte Amberg und Weiden etabliert werden konnte. Allein wären die Anforderungen an die Frühchenbetreuung nicht zu erfüllen gewesen. Dennoch ist auch hier schon jetzt absehbar, dass aufgrund der geringen Fallzahlen und der hohen Kosten für das geforderte Personal eine Konzentration auf einen Standort wohl kaum zu umgehen sein wird.

Leistung zum Patienten

Die Kooperation im Bereich der Neuroradiologie und Neurochirurgie ist ein weiteres Beispiel. Aber auch hier muss auf geringe Patientenzahlen und hohe Kosten reagiert werden. Zu meistern ist dies , wenn jede Klinik eine Spezialisierung ausbildet. Diese Leistung sollte dann zum jeweiligen Patienten gebracht werden. Verlegungen sollten die Ausnahme sein.
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