Kommen, um zu gehen
Angemerkt

Sie werden kommen, die Flüchtlingskinder. Auch nach Weiden. Das ist sicher, seitdem Ende Juni die Überraschungs-Mail der Regierung bei der Stadt gelandet ist: Demnach wird statt mit 5000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Bayern mit bis zu 15 000 gerechnet. Entsprechend verdreifacht sich die Unterbringungsquote Weidens auf 108.

Sie werden also kommen, die Flüchtlingskinder. Nur der Zeitpunkt ist unklar. Um der nächsten Hauruckaktion zu entgehen, handelt die Stadt richtig: Sie sucht Personal, fahndet nach Ehrenamtlichen, bemüht sich um Gastfamilien.

Angesichts all der Anstrengungen ist es besonders dumm, dass ein Teil der Flüchtlingskinder kommen wird, um zu gehen. Denn 50 Prozent verschwinden laut Jugendamtserfahrung mit Hilfe von Schleusern. Wohin sie dann kommen, kann nicht mal die Regierung mailen.



Im Blickpunkt Stadt und Soldaten

Weiden. (wd) Schon in der Dezembersitzung beschloss der Stadtrat, die Patenschaft für das neue Artilleriebataillon 131, stationiert in der Ostmarkkaserne, zu übernehmen. Am Mittwochabend unterzeichneten OB Kurt Seggewiß und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Wolfgang Schmidt die Urkunden. Beim Empfang im Alten Rathaus verpflichteten sie sich, die Patenschaft aktiv zu gestalten. Bereits seit 1971 pflegt die Stadt Patenschaften mit der Bundeswehr (Boote "Skorpion", "Weiden"). Von 1994 bis zur Auflösung 2012 bestanden Patenschaften mit der Unteroffizierschule des Heeres.

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