Kooperation auf Augenhöhe

Verdiente und langjährige Mitglieder zeichnete die CSU bei einem Ehrenabend in der Almhütte aus. Bild: Kunz

Die CSU-Kreisverbände Weiden und Neustadt üben den Schulterschluss. Dies machte Landrat Andreas Meier bei einem Ehrenabend der Weidener deutlich.

"Unsere beiden Kreisverbände stehen zusammen", erklärte Landrat Andreas Meier bei einer Jubilarehrung des Kreisverbandes Weiden in der Almhütte. Sollte es jemals Rivalitäten gegeben haben, "gehört das seit heute der Vergangenheit an". Als zentrales Thema bewegte den CSU-Kreischef von Neustadt die Asylfrage.

Er sprach von christlicher Pflicht, aber auch davon, dass die Kosten nicht einseitig auf die Kommunen abgewälzt werden dürften. Derzeit betreue der Landkreis Neustadt 450 Flüchtlinge. Eine Verdoppelung werde noch heuer erwartet. "Das ist eine Herausforderung für unseren Raum und unsere Bürger." Noch sei die Bereitschaft groß zu helfen. Der Landkreis gehe den Weg der dezentralen Unterbringung.

Keine Isolation

Was die Zusammenarbeit mit der Max-Reger-Stadt und die Beteiligung an den Weidener Finanzen angehe, betonte Meier seine Verpflichtung gegenüber den Landkreisbürgern. Er habe eine solide Kasse vom Vorgänger übernommen, die wolle er nicht überreizen. Aber: "Der Landkreis isoliert sich nicht." Als Beispiel nannte er die Einrichtung eines regionalen Trainingszentrums für die Feuerwehren mit Sitz in Windischeschenbach. "Ich bin für Kooperation, wo es sinnvoll ist und wenn auf Augenhöhe miteinander verhandelt wird." Thematisiert wurden die Kliniken Nordoberpfalz, an denen der Landkreis Neustadt mit 1,5 Prozent beteiligt sei und die Verantwortung der Stadt Weiden bei der Nutzungsvergabe des neuen Gewerbegebiets Weiden-West IV. "Was Weiden gut tut, tut auch Neustadt gut." Allerdings empfahl Meier, mit den einmaligen Entwicklungschancen verantwortungsbewusst umzugehen, was die Ansiedlung von Betrieben angehe.

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer erklärte, dass ihm an Integration gelegen sei. "Wichtig ist aber auch, dass wir auf unser christlich-abendländisch geprägtes Leben achten." Extremismus gebe es nicht nur von rechts. Als Beispiel nannte er den Angriff "durch Personen aus der linken Szene" auf Polizeibeamte, die im vergangenen Jahr in den "Rio-Raum" gerufen worden seien. "Ein Polizist wurde schwer verletzt bei der Ausübung seiner Dienstpflicht." Es gelte, auf Extremismus jeglicher Art zu achten. "Wir sind weltoffen und tolerant." Gratuliert wurde Georg Girisch, der die Wolfgangsmedaille erhalten hatte. Der Erhalt des Klosters Speinshart sei maßgeblich sein Verdienst, so Meier. Gollwitzer dankte den eifrigen Mitgliederwerbern Maria Sponsel und Hans Forster.
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