Krimi-Lesung mit Klampfe: Sven Görtz trägt seine Texte mit vollem Einsatz vor
Schattenseiten der Idylle

Seine Lesungen haben Hand und Fuß: Sven Görtz präsentierte in der Regionalbibliothek seinen neuen Krimi "Die Prophezeiung von Bad Löwenau" - und griff dabei auch mal zur Gitarre. Bild: Kunz
Es ist nicht so, dass Sven Görtz unter ADHS leiden würde. Aber ein wenig zappelig wirkt er schon. Obwohl er andererseits angenehme Ruhe ausstrahlt. Wenn der Erfolgsautor aus dem schönen Westernwald aus seinem jüngsten Roman vorliest, dann tut er dies mal links im Stehen, mal rechts im Sitzen. Und wenn's ihn dann so richtig packt, greift er auch schon mal zur Gitarre und singt.

Görtz las in der Regionalbibliothek aus seinem neuen Krimi "Die Prophezeiung von Bad Löwenau", ein Teil seiner "Rubin- und Bernstein"-Reihe. Zur Einführung stellte er den noch druckfrischen Werbeprospekt Bad Löwenaus vor. Mit dem Ziel, einige von den Schauplätzen seines Romans bildlich darzustellen. Vorneweg den berühmten Löwenbrunnen auf dem Marktplatz. Mit Heilwasser, aus dem sogar das Bad Löwenauer Bier gebraut wird. In Görtz' drei Romanen ermitteln immer dieselben Typen: Polizist Christoph Rubin, Carl Bernstein, ein aus England stammender Lokal-Journalist, und Rubins treuer Hund und Begleiter Freitag.

Der im Jahr 1967 geborene Schriftsteller hat Philosophie, Anglistik und Germanistik studiert. Er ist Autor, Hörbuchsprecher und Sänger. Und er hat schon 300 000 Hörbücher verkauft. Bad Löwenau schildert er als idyllisches Städtchen mit unvergleichlicher Atmosphäre. Was aber niemand weiß, jedoch jeder Leser ahnt: Hinter den schönen Fassaden brodelt es gewaltig. Dies darzustellen, das schafft Sven Görtz mit Bravour.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.