Künftig eine Stunde länger geöffnet - Aus für zwei Märkte
Zugabe auf dem Christkindlmarkt

Die Fans des Christkindlmarktes können sich ab 2016 länger in der Budenstadt tummeln. Und die soll dann auch anders angeordnet sein: Die Häuschen sollen Rücken an Rücken stehen. Archivbild: Wilck
Hans Blum ist dick drin in diesen Tagen. Wegen seiner Geschäfte am Christkindlmarkt hatte der CSU-Stadtrat am Mittwoch nicht viel Zeit für den Hauptverwaltungsausschuss. Und eben wegen des Christkindlmarkts nahm er sie sich dennoch: Zusammen mit allen anderen Gremiumsmitgliedern stimmte er für veränderte Öffnungszeiten. Mittwochs bis samstags wird ab 2016 eine Stunde länger - bis 21 Uhr - Betrieb rund ums Alte Rathaus sein. Wie auch Gabi Laurich (SPD) bemerkte, entsprächen die Schausteller damit dem Wunsch vieler Bürger. "Ich bin schon oft darauf angesprochen worden."

Einen anderen Wunsch formulierten jüngst die Einzelhändler am Oberen Markt: Die Budenfront soll durchlässiger werden. "Es muss doch möglich sein, diesen Spezialmarkt so einzurichten, dass er für alle - auch die Geschäfte ringsum - ein Erfolg wird", forderte auch Rainer Sindersberger (Bürgerliste). Die Häuschen sollten künftig "Rücken an Rücken" stehen. Blum berichtete von guten Gesprächen dazu: "Wir werden eine Lösung finden, die jeden zufriedenstellt." Bürgermeister Lothar Höher bot die Stadt als Moderatorin an.

Für einen Standplatz in der Fußgängerzone müssen die Marktkaufleute künftig tiefer in die Tasche greifen. Nach sieben Jahren beschloss der Ausschuss - mit Hinweis auf die Haushaltskonsolidierung - wieder eine "moderate Erhöhung". So sind beim Christkindlmarkt beispielsweise für einen Imbiss- und Getränke-Stand 75 statt 60 Euro je laufenden Meter fällig. Beim Wochenmarkt kostet der Tagesplatz für Verkaufsstände 3 statt 2 Euro je laufenden Meter, beim Jahrmarkt 3,50 statt 2,50 Euro. Für die Gebührenanpassung votierten alle - auch Blum.

Zudem beschlossen die Stadträte das Aus für zwei Sondermärkte: Sowohl für den Allerheiligen- (Werktag vor Allerheiligen) als auch den Jakobimarkt (erster Sonntag im August) fanden sich kaum mehr Händler. Blum wünschte sich stattdessen einen dritten verkaufsoffenen Sonntag - "auch wenn ich dafür sicher Prügel bekomme". Die ersten verbalen setzte es von Gisela Helgath (Grüne), die den Sonn- als Feiertag hochhalten will. Bürgermeister Lothar Höher dagegen zeigte sich überzeugt: "Der dritte verkaufsoffene Sonntag wird noch ein Thema werden. Andere Städte haben bereits vier."
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