Kultur-Baron auf Malta

Bernhard M. Baron, früherer Kulturamtschef, hat die Oberpfalz im Ruhestand gegen Malta, Heimat seiner Frau Mary, ausgetauscht. Der Oberpfalz bleibt er verbunden, auch literarisch. Bild: ske

In Weiden ist er unvergessen als Kulturmanager der Stadt Weiden, als "Vater der Literaturtage", als Initiator der Weidener Sommerserenaden und als Organisator zahlreicher Kulturveranstaltungen: Bernhard M. Baron.

Weiden/Zejtun (Malta). Seit seiner Pensionierung lebt der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete "Kultur-Baron" mit seiner Frau, der Künstlerin Mary Baron-Muscat, in deren Heimat Malta.

Vermissen Sie die Oberpfalz?

Bernhard M. Baron. Ich bin eigentlich regelmäßig in Deutschland, dann natürlich auch in der Oberpfalz, wir sind nahezu alle drei Monate hier. Mein großer Sohn Alexander wohnt in München, wir haben unser Domizil bei unseren Besuchen jedoch zentral in Regensburg. Unsere Kinder sind weit verstreut, unser zweiter Sohn Tobias (übrigens ein gebürtiger Weidner) ist Schulleiter in Bramstedt bei Bassum, unser dritter Sohn Marcus arbeitet auswärts für eine US-Ölfirma. Meine große Schwester Ursula wohnt in Nürnberg, wo auch mein Jugendfreund Karl Bayer (SPD-Historiker aus Weiden) wohnt.

Konnten Sie die Kontakte zu Freunden aus Ihrer Weidener Zeit aufrechterhalten?

Baron: Auf jeden Fall! Erst kürzlich besuchte uns die NT-Redakteurin Evi Wagner, vor einiger Zeit war der aus Waldsassen stammende und in Berlin lebende Dramatiker Werner Fritsch hier bei uns. Wir kommen auch immer mal wieder nach Weiden, treffen hier Freunde, Bekannte und OKV-Künstler. Gerade erst, Ende Juli, waren wir in Weiden, haben im "Bräuwirt" gegessen. Ich bin auch Ehrenmitglied im "Oberpfälzer Kunstverein" (OKV) sowie im "Heimatring". In Weiden wohnt auch meine zweite Schwester Renate.

Sind Sie weiterhin aktiv im Kulturleben? Man kennt Sie ja als unermüdlichen Kulturschaffenden.

Baron: Seit 2012 bin ich ehrenamtlicher Autor bei www.literaturportal-bayern.de, das zur Bayerischen Staatsbibliothek München gehört. Mittlerweile habe ich rund 80 Porträts bairischer Autoren geschrieben, daneben Texte über verschiedene bairische Gedenkstätten, Städteporträts. Zudem verfasste ich umfangreiche Texte wie "Dichter reisen durch die Oberpfalz", "Herz aus Glas - Eine LiteraTour entlang der Glasstraße" oder "Die Weidener Eisenbahn in der Literatur".

Gibt es ganz neue Beiträge von Ihnen zu lesen?

Baron: Im Herbst erscheinen von mir literaturhistorische Beiträge in der "Oberpfälzer Heimat", dem "Oberpfälzer Heimatspiegel" und der "Heimat - Landkreis Tirschenreuth". Auch dies ist schon eine geographisch-verbindende Tradition.

Und wie geht es Ihnen privat?

Baron: Ich bin mittlerweile überaus stolzer vierfacher Großvater, mein Sohn in München hat zwei Kinder, ebenso mein Sohn in Norddeutschland. Im Übrigen bereue ich keinen Tag, dass ich schon vorzeitig mit 60 in Pension gegangen bin - und das war gut so!
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