Kulturelles Erbe

Vorsitzender Norbert Uschald (hinten, Mitte) ehrte treue Mitglieder der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen. Bild: Dobmeier

An die Flucht und Vertreibung der Ost- und Westpreußen vor 70 Jahren erinnerte der Vorsitzende der Landsmannschaft, Norbert Uschald, im Café Mitte. Nach zum Teil unvorstellbaren Strapazen mussten sich überwiegend Frauen, Kinder und ältere Menschen nach Kriegsende in einer neuen Umgebung zurechtfinden.

(rdo) Es dauerte oft Jahre, bis Familien wieder zusammenfanden. Mitte 1945 lebten 595 Ost- und Westpreußen in Weiden. Daraus resultierte die Gründung der Kreisgruppe 1949. Alle Landsmannschaften verstanden sich damals als Notgemeinschaften, welche die Probleme der vertriebenen Landsleute, etwa Armut, Wohnungsnot oder Arbeitslosigkeit, zu lösen versuchten und in der neuen Heimat die ost- und westpreußische Kultur pflegten.

In diesem Zusammenhang erinnerte Uschald, dass man in den ersten Jahren 135 Mitglieder zählte, derzeit sind es noch 30. "Zu allen Zeiten ist es das oberste Ziel der Landsmannschaft, die Interessen der Heimatvertriebenen und Heimatverbliebenen zu unterstützen." Die Kreisgruppe trifft sich monatlich zu Vorträgen und Feiern. Bei den Veranstaltungen des Bundes der Vertriebenen bringen sich die Mitglieder ein.

Das kulturelle Erbe Ost- und Westpreußens darf nach Meinung von Uschald "nie in Vergessenheit geraten" und müsse als wichtiger Teil der gesamtdeutschen Geschichte begriffen werden. Seine Familie umrahmte die Feier. Der Vorsitzende ehrte für 65 Jahre Treue Ingrid Uschald, Edith, Renate und Hans Poweleit, für 25 Jahre Paul und Hilde Wendt, Norbert Uschald, Kurt und Anita Bauer, für 20 Jahre Herta Preßl, für 15 Jahre Anita Uschald, Adolf Uschald, Regina und Peter Poweleit, Frieda Weiß und Erika Becker. Nächste Termine sind das Maibaumaufstellen am 1. Mai und die Muttertagsfeier am 3. Mai, 14.30, im Café Mitte.
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