"Kulturträger par excellence"

Diese Musiker spielten bei der Jahreshauptversammlung der Stadt- und Jugendblaskapelle allesamt die erste Geige: Sie wurden für ihr langjähriges Wirken geehrt. Obendrein lobten die Ehrengäste die Auftritte der ganzen Kapelle bei öffentlichen Veranstaltungen. Bild: Dobmeier

Die Stadt- und Jugendblaskapelle bringt so schnell nichts aus dem Takt. Das musste sie vergangenes Jahr eindrucksvoll beweisen.

50 Jahre Stadt- und Jugendblaskapelle. Dieses Gründungsjubiläum feierte der Verein 2014. Nicht ohne Hindernisse. Denn die Jubiläumsserenade mit Sternmarsch am Festsonntag und mit dem Kreismusikfest des Nordbayerischen Musikbundes drohte ins Wasser zu fallen. Wegen eines Platzregens musste alles in das Zelt des FC Weiden-Ost verlegt werden.

Vorsitzender Gerhard Scharnagl erinnerte bei der Hauptversammlung im "Bräustüberl" an die Veranstaltung im Zelt, die mit mehreren Kapellen und der Verstärkung von ehemaligen Spielern großen Anklang gefunden hatte. Viele Besucher begeisterte zudem die historische Jubiläumsausstellung mit 2000 Bildern im Rathaus.

Apropos Historie: Scharnagl ehrte auch langjährige Mitglieder der Kapelle mit Urkunden und Plaketten. 40 Jahre sind dabei Viktoria Nachtmann und Marga Bäumler, 30 Jahre Isolde Nachtmann, Brigitte Kaltenecker und Anita Härtl, 25 Jahre Lydia Freese, Anita Köhler, Kurt Fischer, Silvia, Hildegard und Peter Preußner, Thomas und Eva-Maria Bogner, Marion Neuner sowie Jennifer Lachmann.

Diese Mitglieder und ihre Kapellenfreunde absolvierten im vergangenen Jahr zahlreiche Auftritte. Der Vorsitzende erwähnte beispielsweise den beim Bürgerfest und beim Faschingstreiben vor dem Alten Rathaus. Stellvertretender Vorsitzender Marco Hösl thematisierte auch den ersten Auftritt der Jugendblaskapelle mit Jungdirigent Tobias Rupprecht bei der Weihnachtsfeier. Das Totengedenken mit dem Trompetensolo vom "Guten Kameraden" galt allen verstorbenen Kapellenmitgliedern, heuer besonders Ernst Landgraf. Er wirkte von 1980 bis 1984 als Vorsitzender. Scharnagl dankte Kapellmeister Hubert Rupprecht, allen Musikern sowie den Unterstützern für die Zusammenarbeit. Die Mitgliederzahl der Kapelle liegt aktuell bei 176 (-11). Neue Musiker aller Altersstufen seien stets willkommen.

Für die öffentlichen Auftritte im Namen der Stadt sowie bei internationalen Begegnungen mit den Weidener Partnerstädten sei die Kapelle ein "Kulturträger par excellence", dankte Bürgermeister Lothar Höher. Manfred Eberlein vom Nordbayerischen Musikbund nannte die Ganztagsschulen und das vielfältige Freizeitangebot als hinderlich für die Nachwuchsgewinnung, die 24 von 25 ehrenamtlichen Kapellen plage. Der stellvertretende Vorsitzende des Heimatrings, Norbert Uschald, dankte für die musikalische Unterstützung zum Maibaumaufstellen und zum Tag der Heimat.
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