Landkreis und Stadt Amberg starten Projekt zugunsten heimischer Bio-Lebensmittel
Jetzt auch Öko-Modellregion

Die Delegation aus der Region Amberg-Sulzbach freute sich über die Urkunde, die Landwirtschaftsminister Helmut Brunner übergab (von links): stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann, Willibald Götz (Landwirtschaftsamt), Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald), Waltraud Lobenhofer (AOVE), Bürgermeisterin Brigitte Netta (Amberg), Helmut Brunner, Landrat Richard Reisinger, Hans Meier (Jury-Mitglied) und Thomas Gollwitzer (Leiter des ALE Oberpfalz). Bild: Baumgart
Als zweite Region in der Oberpfalz sind die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach gemeinsam zur staatlich anerkannten Öko-Modellregion ernannt worden. Die Urkunde überreichte Agrarminister Helmut Brunner am Montag in München. Mit der Ernennung verbunden ist eine Projektförderung des Konzepts in Höhe von 75 Prozent für mindestens zwei Jahre.

Laut Brunner ist es Ziel des Wettbewerbs Öko-Modellregion, die Produktion heimischer Biolebensmittel zu fördern, das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen und den Zusammenhalt in der Region zu stärken. Bereits im vergangenen Jahr war das Gebiet rund um den Steinwald im Norden der Oberpfalz Öko-Modellregion geworden.

In der neu ernannten Region Amberg-Sulzbach haben sich 27 Kommunen und die Stadt Amberg zusammengetan. Aufbauend auf bestehenden Vermarktungsansätzen für Bio-Produkte sollen der Öko-Landbau ausgeweitet und die Absatzmöglichkeiten verbessert werden.

Dabei sollen vor allem die Potenziale regionaler Bio-Produkte in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus ausgeschöpft werden. Außerdem ist geplant, das Angebot an Öko-Lebensmitteln aus dem Landkreis besser mit der Nachfrage in der Stadt Amberg zusammenzubringen. Laut Vergabejury zeige die Region mit dem Projekt, das sie sich dem Strukturwandel stellen und die in ihr schlummernden Potenziale heben möchte.

Brunner erklärte, mit den Öko-Modellregionen setze man auf die Kooperation von Gemeinden und Öko-Akteuren vor Ort: "Kommunen, Ernährungshandwerk, Gastronomie und Landwirte sind enge Partner, wenn es um regionale Wirtschaftskreisläufe, Nahversorgung, Tourismus und Naturschutz geht."

Wichtig sei ihm, dass ökologisch und konventionell arbeitende Agrarbetriebe nicht gegeneinander ausgespielt würden. Er begrüße es daher, dass die Modellregionen offen seien für eine Einbeziehung konventionell wirtschaftender Landwirte. Hauptanliegen des Projekts sei es aber, die Zahl der Biobetriebe weiter zu erhöhen, um die gestiegene Nachfrage nach Öko-Produkten aus heimischer Produktion befriedigen zu können.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.