Landratsamt moniert Lautstärke
Nachgefragt

Ammerthal. (ll) Es ist nicht möglich, dass der Ammerthaler Schulsportplatz von Montag bis Samstag zwischen 14 und 19 Uhr der Öffentlichkeit (ohne Altersbeschränkung) zur Verfügung steht. Das hat das Landratsamt jetzt der Gemeinde mitgeteilt, die eine solche Nutzungsänderung beantragt hatte. Dass die Mittagsbetreuung der Grundschule für den Zeitraum von Montag bis Freitag zwischen 13 und 16.30 Uhr auf den Platz geht, wurde aber gleichzeitig genehmigt.

Als Grund, die erweiterte Nutzung abzulehnen, nannte Landratsamtssprecherin Christine Hollederer gegenüber der AZ, dass dadurch der nach der Sportanlagen-Lärmverordnung zulässige Immissionsrichtwert für die Tageszeit von 55 Dezibel (A) überschritten werde. Für das nächstgelegene Wohnhaus sei ein Beurteilungspegel von 61,5 Dezibel errechnet worden. Das sei im Sinne der Verordnung als "unzumutbare Belästigung oder Störung" zu werten.

Die Gemeinde kann gegen den Bescheid aus dem Landratsamt innerhalb eines Monats Klage beim Verwaltungsgericht erheben. Ob sie das tun wird, wollte Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec am Dienstag auf AZ-Nachfrage noch nicht verraten. Sie werde erst einmal im Gemeinderat heute Abend "ein paar passende Sätze" zu der Angelegenheit sagen. Mit ihrer eigenen Meinung hielt die Bürgermeisterin aber nicht hinter dem Berg: "Ich bin so enttäuscht."

Hintergrund

Die Kennzahlen des Haushalts

Amberg-Sulzbach. (ll) Kreiskämmerer Anton Weber stellte im Kreistag den "Rekordhaushalt" mit einem Volumen von 105,7 Millionen Euro vor. Das sind 8,9 Prozent mehr als 2014 (97,1 Millionen Euro). 3,2 Millionen Euro gehen als Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. Das liegt deutlich über dem Mindestsatz von 1,7 Millionen, der durch die Höhe der Kredittilgung vorgegeben ist.

Die freie Finanzspanne, also das Geld, das für Investitionen frei zur Verfügung steht und nicht für Projekte verplant ist, beträgt 827 000 Euro. Laut Kämmerer Weber ist das der letzte Platz im Oberpfalz-Vergleich. 6,4 Millionen Euro Schulden im Kernhaushalt steht eine allgemeine Rücklage in Höhe von über 12 Millionen Euro gegenüber.
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