Landratsamt wehrt sich gegen Angriffe
Reaktionen

Amberg-Sulzbach. (ll) Mit Befremden reagiert das Landratsamt auf die Vorwürfe, die der Ammerthaler Gemeinderat Stephan Koller in Sachen Nutzung des Schulsportplatzes gegen das Amt und dessen Chef Richard Reisinger geäußert hat ("Das Landratsamt als Buhmann", AZ vom 28. April). Dem Landrat warf Koller vor, dass er in Sachen Ammerthal lieber abtauche, als zu vermitteln. Beim Amt bemängelte Koller, dass es die Lärmbelästigung nicht gemessen, sondern nur berechnet habe.

Pressesprecherin Christine Hollederer reagierte mit einer Stellungnahme, in der sie die Entscheidungen des Amtes in dieser Angelegenheit darstellt. Hollederer betont, dass die Behörde sich an die Vorgaben der Bundes-Immissionschutzverordnungen gehalten habe. "Diese dienen auch dem Schutz der Nachbarn vor unzulässigem Lärm." Das Landratsamt habe "nach Recht und Gesetz zu entscheiden". Deshalb "erschließt sich dem Landrat Richard Reisinger nicht, warum die Verwaltung und er persönlich in der Öffentlichkeit angegriffen und diffamiert werden und es zu unnötigen Eskalationen kommt, wenn sich an Recht und Gesetz gehalten wird", schreibt die Pressesprecherin.

"Im Übrigen hätte es das Landratsamt begrüßt, wenn in Ammerthal eine Einigung zwischen den Beteiligten, sprich Gemeinde und Anwohner, innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen - wie in anderen Gemeinden im Landkreis üblich - gekommen wäre und das Landratsamt nicht in dieser Form als Buhmann in Erscheinung hätte treten müssen. Insofern sieht der Landrat es durchaus als Aufgabe der Gemeinde, einen Kompromiss zu finden, bei dem sich auch Gemeinderäte wie Herr Koller gerne aktiv einbringen können."

Nachgefragt Klage: So schnell keine Entscheidung

Ammerthal. (ll) Wann das Verwaltungsgericht Regensburg über die Klage eines Anwohners gegen die Gemeinde Ammerthal in Sachen Nutzung des Schulsportplatzes entscheiden wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Das teilte Markus Eichenseher, der stellvertretende Pressesprecher der Behörde, am Mittwoch auf AZ-Nachfrage mit. Die Klage war Ende Februar in Regensburg eingegangen. Sie zielt laut Eichenseher darauf ab, "dass die Gemeinde verpflichtet wird, es zu unterlassen, diesen Sportplatz außerhalb des Schul- und Kindergartenbetriebs zu nutzen".

Polizeibericht 250 Liter Diesel abgezapft

Hahnbach. Auf illegale Weise hat jemand am Wochenende in Kümmersbuch 250 Liter Diesel getankt. Die unbekannten Täter zapften den Treibstoff aus dem Tank eines Sattelzuges ab, der in der Ortschaft abgestellt war. Als Tatzeitraum nennt die Polizei Freitag, 14 Uhr, bis Montag, 9 Uhr. Der Diesel hat einen Wert von rund 300 Euro. Geschädigt ist ein Holzhändler aus dem Landkreis Neumarkt. Nach Lage der Spuren dürften die Kraftstoffdiebe mit einer Schlauch-Konstruktion zu Werke gegangen sein. Hinweise an die Polizei Sulzbach-Rosenberg (09661/8 74 40).
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