Lange Debatte um einen kurzen Namen

"KA2", das fand CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Graf anfangs "gewöhnungsbedürftig", wie er gestand, inzwischen scheine ihm die Abkürzung aber "sehr prägnant".

Sein Amtskollege von der SPD, Manfred Moser, erklärte die Zurückhaltung seiner Fraktion: Die sei nach wie vor der Meinung, das Bad brauche keinen Namen. Und schon gar nicht "KA2": "Mathematisch haut das nicht hin", meinte Moser ironisch. Außerdem könne die Abkürzung, zumindest gehört, "alles bedeuten": "Das können Karpfen-Setzlinge sein. Oder ein Berg." Richtig in Rage geriet Veronika Frenzel (SPD): Hätte man die Bevölkerung einbezogen, "dann wäre kein so alberner Vorschlag gekommen". Dass das Bad künftig zwei Becken habe, müsse man auch nicht extra betonen. "Amberg hat drei. Oder soll das ein kleiner Seitenhieb sein, dass die CSU das durchgesetzt hat?"

Frenzels Fazit lautete "albern", "blöd" und "kindisch". Und die Bezeichnung "Aktivbad" verschrecke die Senioren. Hier korrigierte Thomas Pronath (CSU): "Die Aktivsten, die wir haben, sind die Senioren." Ein neues Bad sollte auch einen neuen Namen bekommen. 40 Jahre lang, sagte Manfred Moser, habe es "nur Kümmersbrucker Hallenbad geheißen - das ist einfach in den Köpfen drin" und brauche deshalb keine neue Bezeichnung. Alois Schwanzl (CSU) verteidigte die Idee der Verwaltung: Mit der habe die SPD "jahrzehntelang gut zusammengearbeitet, da sollte man ihren Vorschlag nicht als albern abtun".

Kein "vernünftiges Argument, das Kind namenlos zu lassen", sah Stefan Roggenhofer (CSU). Zudem müsse "man den Namen ja nicht benutzen: Wer weiter Kümmersbrucker Hallenbad sagen will, kann das ja tun. Wichtig ist doch, dass es angenommen wird". (eik)
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