Langjähriger Stadtrat neues Ehrenmitglied im Ortsverein Neunkirchen - Monatliches Treffen im ...
Genossen zeichnen Helmut Ruhland aus

Seit 2003 ist Helmut Ruhland (Zweiter von links) beim SPD-Ortsverein Neunkirchen, der ihn nun zum Ehrenmitglied ernannte. Dazu gratulierten (von links) die Stadträte Alois Schinabeck und Josef Gebhardt sowie Ortsvereinschef Bernhard Meiler, der die Urkunde überreicht. Bild: R. Kreuzer
24 Jahre war Helmut Ruhland SPD-Stadtrat, von 1990 bis 2014. Er war ein besonderer Stadtrat und für Bernhard Meiler, Vorsitzender des SPD-Ortsverein Neunkirchen ein Vorbild. Noch heute sei er ein überzeugter Sozialdemokrat. Und das seit 57 Jahren. "2003 bist du unserem Ortsverein beigetreten. Hast uns mit vielen Ratschlägen unterstützt und deine Mithilfe immer angeboten", sagte Meiler.

Für seine Leistungen als Stadtrat und seinen Einsatz für Neunkirchen überreichte Vorsitzender Meiler ihm die Ehrenurkunde. Er wünschte weiterhin viele Stunden beim SPD-Ortsverein und viel Vergnügen bei seinen Hobbys: dem Reisen, seiner Arbeit beim Denkmalschutz für die Dampflokomotive im AW-Park, dem Gedichte schreiben oder beim Zeit verbringen mit seinen beiden Enkeln. Dazu komme noch das Spiel mit seiner Modelleisenbahn.

Mit einem interessanten Vortrag wartete Stadtrat und Vorstandsmitglied Alois Schinabeck im "Kummerthof" zum Thema "25 Jahre Mauerfall" aus Weidener Sicht auf. Als im August 1989 auch die ersten DDR-Flüchtlinge in Weiden über Ungarn ankamen, erlebte das Camp Pitman den ersten Ansturm durch die Ausreisen aus Ungarn. So stand der Tag der Heimat schon unter dem Zeichen der DDR-Flüchtlinge. Das Camp Pitman war die einzige Aufnahmestelle in der Oberpfalz. Im September waren 142 Flüchtlinge im Weidener Auffanglager. Und es wurden täglich mehr. Ende September wurden 825 Übersiedler in der Ostmarkkaserne versorgt. "Das Aufnahmelager suchte damals dringend Waschmaschinen und die Flüchtlingswelle ist nicht abgerissen", sagte Schinabeck.

Das erste DDR-Auto erreichte Weiden Ende September. Vier Tage später kamen 300 Flüchtlinge aus der Prager Botschaft in Weiden an. Da suchte die Stadt für die Übersiedler schon mal Wohnräume, ein Spendenaufruf fruchtete, es gab eine Welle der Hilfsbereitschaft. Und weil die DDR-Übersiedler auf ihren Trabi schworen, waren diese und Skoda sowie Moskwitsch auch schon mal mit Weidener Kennzeichen zu sehen. Damals war das Begrüßungsgeld auch für die Stadt ein Thema. Im Januar 1990 bahnte sich die Städtepartnerschaft für Annaberg-Buchholz an.
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