"Lassen uns nicht erpressen"

Der Altersdurchschnitt liege bei den Bürgerliste-Mitgliedern weit unter dem Durchschnitt der anderen Weidener Parteien, so Vorsitzender Reinhard Meier (Vierter von rechts). Und das liegt nicht an Diana Brunner-Wittmers Söhnchen Nils, das hier für Frohsinn sorgt. Bild: Kunz

Die Bürgerliste will an ihrem Standpunkt festhalten und am Montag gegen eine Ausschreibung des Schülercafés "Scout" stimmen. "Dass die CSU jetzt umgefallen ist, verstehen wir nicht", hieß es am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung im Hotel "Zur Heimat". "Der Stadtrat darf sich nicht erpressen lassen."

Weiden. (uz) Denn nach Einschätzung der Bürgerliste hätten Befürworter des "Scouts" unschuldige Schüler eingespannt, wegen deren "Geplärre" sich der eine oder andere Stadtrat jetzt habe umstimmen lassen. Aus Reihen der Bürgerliste kam der Vorschlag, das Schülercafé ins Seniorenzentrum Maria-Seltmann-Haus zu integrieren. Das wäre finanziert und auf die Stadt kämen keine weiteren Kosten zu.

Reinhold Wildenauer berichtete aus der Stadtratsarbeit. Die Entscheidung für die Hans- und Sophie-Scholl-Realschulen falle in vier bis fünf Jahren. Angedacht sei auch, die Schule auf den Großparkplatz zu verlegen und das aktuelle Gelände zu veräußern. Bei einem Quadratmeterpreis von 400 Euro könnten Schulden abgebaut werden. "Die Stadtkämmerin würde sich freuen."

Wildenauer betonte auch, dass übernächstes Jahr eventuell zwei Weidener Schulen geschlossen würden - was Dr. Theodor Klotz nicht glaubt. "Wir haben 1300 Grundschüler in Weiden. Da fällt es schwer, einen Schulstandort aufzugeben, wenn man auf der anderen Seite eine neue FOS/BOS hingestellt hat."

Wie Vorsitzender Reinhard Meier erklärte, stand 2014 ganz im Zeichen der Kommunalwahl. Trotzdem stehe man finanziell schon wieder im Plus. Einige Zeit habe die Erweiterung der Fraktion durch die Stadträte Rainer Sindersberger und Reinhold Wildenauer in Anspruch genommen. Die aktuelle Arbeit zeige, dass die Zusammenarbeit gut funktioniere. "Dass wir auf gutem Weg sind, zeigt auch die Mitgliederstatistik." Die Mitgliederzahl nehme stetig zu.

"Ich denke, es ist schon ein Alleinstellungsmerkmal und eine Auszeichnung der Bürgerliste, dass wir aus jeder politischen Gruppierung, die es in Weiden gibt und die auch im Stadtrat vertreten ist, ein Mitglied davon haben." Meier: "Wir sind die echte Mitte einer pluralistischen Stadtgesellschaft." Auch wenn bei den Stadträten Kürzungen vorgenommen worden seien, spendeten die Bürgerlisten-Stadträte weiterhin 25 Prozent ihrer Sitzungsgelder.
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