Leuchtturm-Schule für die Region

Hurra, die Schule steht: Mit Gästen aus der Stadt und dem Landkreis feierte die FOS/BOS am Montag die Einweihung ihres Neubaus neben der Hochschule. Die Festansprache hielt Ministerialrat Günter Liebl (rechts). Bild: Götz

Der Weg dahin war steinig. Nun ist die neue FOS/BOS aber offiziell eingeweiht. Und bekommt Lob von allen Seiten. Der Oberbürgermeister erlaubt sich sogar Frühlingsgefühle im Herbst.

"Ich muss zugeben, heute hab ich auch ein paar Schmetterlinge im Bauch", erklärt Kurt Seggewiß zu Beginn der Einweihungsfeier. Er spielt damit an auf das lange Hin und Her vor der Entscheidung für den Neubau der Gustav-von-Schlör-Schule. "Wir mussten vieles einstecken in den Diskussionen."

Das alles habe sich aber gelohnt. Denn die Stadt habe durch das 21,8 Millionen Euro teure Bauwerk (mit 15,5 Millionen Euro vom Freistaat gefördert) ein Haus erhalten, das nicht nur für Inklusion gerüstet und energetisch top sei. Sie unterstütze damit auch eine Schulart, die "absolut im Trend liegt".

Das unterstreicht auch Günter Liebl vom Kultusministerium. Der Ministerialrat, ein gebürtiger Weidener, berichtet von starkem Wachstum dieser Schulart. Die Stadt habe deshalb mit dem Neubau "Weisheit und Weitsicht" bewiesen. Gewiss, letztlich seien für den Erfolg in dem Bauwerk die Menschen entscheidend - und natürlich seien gerade mehr Lehrerstellen wünschenswert. Der Rahmen für die 1003 Schüler stimme aber schon mal. Das Gebäude sei wegweisend. "Hier kann eine Leuchtturm-Schule für die nördliche Oberpfalz entstehen."

Welch ein Kontrast zu den Anfängen der Schlör-Schule vor rund 45 Jahren. Da war sie noch beim Waldsassener Kasten untergebracht, in unmittelbarer Nachbarschaft zum damaligen Gefängnis, wie Schulleiter Emil Gruber berichtet. Inzwischen bekomme die FOS/BOS weit mehr Wertschätzung entgegengebracht. Heute heißt der Nachbar OTH. Die Hochschule hieß die Neuen schon mit einem Transparent willkommen. Auch wegen solcher Dinge, sagt Gruber, "werden wir hier sicherlich Wurzeln schlagen" in diesem "großartigen Ambiente".

Am Samstag für alle offen

Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls optimal: Gleich vier Geistliche segnen die neuen Räume. Johannes Lukas und Thomas Jeschner für das katholische und evangelische Dekanat, Dr. Volker Wappmann und Hans-Martin Meuß als Vertreter der Religionslehrer. Die musikalische Begleitung übernehmen die Band "After School" und Sängerin Jamila Fink. Über die öffentlich-private Partnerschaft, durch die der Neubau entstand, berichtet Dr. Andreas Iding von der zuständigen Firma Goldbeck.

Der breiten Öffentlichkeit will die FOS/BOS ebenfalls einen Einblick in ihre Räume gewähren: Am Samstag, 18. Oktober, ist von 10 bis 14 Uhr ein Tag der offenen Tür.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.