Leupold antwortet auf Leserbrief
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Alles für die Wahrheitsfindung: Landgerichtspräsident Walter Leupold. Bild: rns
Weiden. (rns) Ein "gestörtes Rechtsstaatsverhältnis" vermutet Landgerichtspräsident Walter Leupold bei der Leserbriefschreiberin: Die bei den Grünen und im Bund Naturschutz aktive Sonja Schuhmacher hatte im NT (Donnerstagsausgabe) ihre Meinung zum Schwurgerichtsverfahren gegen den 28-Jährigen kund getan, der Ende Februar im "Rio" einen Polizisten mit einem Stuhl angegriffen hatte.

Unter anderem kritisierte sie den "unglaublichen Aufwand" bei dem Prozess. Außerdem, dass Zeugen solange unter Druck gesetzt würden, bis sie dem Gericht genehme Aussagen machen, sowie, dass man "die Ressourcen doch anderswo sinnvoller einsetzen" könnte. Leupold ging zu Beginn des zweiten Prozesstags darauf ein. Das Bemühen, eine Zeugin zu einer wahrheitsgemäßen Aussage zu bewegen, sei keineswegs eine "verschenkte Ressource". Man habe sie dadurch gerade noch vor einer Falschaussage und einem darauf folgenden Strafverfahren bewahren können. "Eine wahrheitsgemäße Aussage ist jeden Aufwand wert", betonte Leupold.

Hintergrund: Eine 26-Jährige hatte sich hartnäckig auf Erinnerungslücken berufen und damit ihren bei der Polizei gemachten Aussagen und von anderen Zeugen beobachteten Tatsachen widersprochen. Nach fast einstündigem Verhör und wiederholter Belehrung, dass sie wegen Falschaussage festgenommen werde, hatte sich die Weidnerin doch auf die Wahrheit besonnen.
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