Lieferant bemerkte technischen Defekt nicht - Umfangreiche Sanierungsarbeiten
1000 Liter Heizöl verschüttet

Die Feuerwehr versuchte, das noch auf der Oberfläche vorhandene Heizöl zu binden. Der Innenhof muss jedoch saniert werden. Bild: Beer
Der "Tankwart" selbst hat offenbar gar nicht mitbekommen, was er mit seiner Betankungsaktion auslöste. Er lieferte am frühen Mittwochmorgen das von einer Hausherrin in der Max-Reger-Straße bestellte Heizöl. Dazu nutzte er gegen 7 Uhr den Einfüllstutzen der Tankanlage des Anwesens. Das Heizöl gelangte jedoch nicht in den Tank.

Nach Angaben der Polizei ist noch nicht geklärt, ob ein Bedienungsfehler oder ein Defekt vorliegt. Der 58-Jährige Tankzugfahrer befand sich am Fahrzeug, als ein Mieter feststellte, dass eine erhebliche Menge an Heizöl über die Belüftung in den Hofraum gelaufen war.

Erst als der Tankwagen wieder weg war, bemerkten Hausbewohner den penetranten, typischen Heizöl-Gestank im Haus. In der Auffangwanne rund um die Tanks stand das Heizöl etwa 20 Zentimeter hoch.

Das Betanken missglückte zwar. Aber mustergültig verliefen dann die weiteren Maßnahmen, die sich darauf konzentrierten, weiteren Schaden zu verhindern, stellte Stadtbrandrat Richard Schieder fest. Mit vier Fahrzeugen war die Weidener Feuerwehr vor Ort, um das Heizöl zu binden. Auch Polizei, Wasserwirtschafts- und Umweltamt waren schnell vor Ort, ebenso die Versicherung und der Gutachter des Schadensverursachers. Noch am Mittwoch begann eine Fachfirma, das im Hofraum kontaminierte Erdreich zu sichern und dann auch zu entfernen. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf rund 20 000 Euro
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