Lobenswert
Angemerkt

Die Hektik ist raus. Eine Woche nach der Meldung, die Mehrzweckhalle müsse für die Unterbringung von Asylbewerbern geräumt werden, laufen die Bemühungen, gerade dies zu verhindern. Täglich wächst mit dem beginnenden Winter die Chance, dass die im Notfallplan geforderten Quartiere nicht benötigt werden. Die Stadt ist optimistisch, streicht die ab Montag geplante Sperrung der Halle.

Die Bürgermeister Jens Meyer und Lothar Höher arbeiten an ihrem"Plan B", um die Eingriffe ins Vereinsleben zu verhindern: Die Mehrzweckhalle soll dabei außen vor bleiben und ein anderes Gebäude 120 Flüchtlinge aufnehmen.

Lobenswert ist das Verhalten der von der Mehrzweckhallen-Sperrung Betroffenen. Nach dem hysterischen Aufschrei zeigen sie sich erstaunlich gefasst und sachlich. Schließlich drohen ihnen Einnahmeverluste in sechsstelliger Höhe, einem Veranstalter der "Totalausfall", die Pleite. Entschädigungen gibt's wahrscheinlich nicht. Alle hoffen, Stadt und Regierung sehen ein, dass im Winter das Herz des Weidener Sports in der Mehrzweckhalle schlägt. Denn würde sie stillgelegt, flögen den Flüchtlingen die Herzen nicht mehr zu.

Lobenswert ist auch Meyers Anregung einer "Hallenbelegungsbörse", die eine flexiblere Nutzung der knappen Kapazitäten ermöglicht.



Stadtgeschehen Landeskriminalamt klärt Brandursache

Weiden. (mte) Die Schadensumme, die bei dem Brand der Lagerhalle in der Neustädter Straße am Donnerstag, 23. Oktober, entstanden ist, steht nun fest: Sie liegt bei 200 000 Euro. Unklar bleibt, was den verheerenden Brand, der beinahe auf ein benachbartes Wohnhaus übergegriffen hätte, ausgelöst hat. Deshalb ist nun ein Gutachter des Landeskriminalamtes am Zug, teilt Polizeisprecher Stefan Hartl vom Präsidium Regensburg mit.

Anfang nächster Woche inspiziert er den Brandort. Vom technischen Defekt bis hin zur vorsätzlichen Brandstiftung kommt alles infrage. Hinweise zur Tatnacht aus der Bevölkerung gab es bislang keine. "Das ist sehr schade", erklärt Hartl. Wem doch noch was einfällt, soll sich unter Telefon 0961/401-290 melden.

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Kreisseite Glück in der Not

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