Lücken im "dualen System" - Jedes Reservoir nutzen
Sorge um Lehrstellen

Schon in fünf Jahren werde ein Drittel der Lehrstellen nicht mehr besetzt werden können. Diese Befürchtung äußerte Thomas Würdinger, Chef der Agentur für Arbeit Weiden, im Wirtschaftsbeirat der Stadt. Die Zahl der Bewerber für die "duale Ausbildung" gehe spürbar zurück. "Es gibt keine Anzeichen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt."

"Da muss mehr kommen als ein momentanes ,Aha' und dann ein ,weiter so'", fordert der Arbeitsagentur-Chef. Ein Rezept könne durchaus der Blick über die Grenzen sein, nach Spanien, Griechenland oder Italien. Dabei dürfe nicht verheimlicht werden, dass interessante Bewerber aus Tschechien längst gute Stellen in Tschechien finden. Ein vielversprechender Weg zum eigenen Azubi sei das Bemühen um ältere Ungelernte, um die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und um Berufsrückkehrer. Der Kräftebedarf im Handel und in den vielen Sparten des Sozialwesens wachse rapide.

Würdinger bestätigt, dass seit 2009 die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in Weiden um jährlich zwei Prozent anstieg. Aber: "In Regensburg sind's 2,3 Prozent."
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