Lukas Prosch feiert in Herz Jesu mit viel Leidenschaft seine Nachprimiz
"Gott hilft, versucht es mal"

Ein Gott der Liebe: Davon will Pater Lukas Prosch predigen - und tat dies auch bei seiner Nachprimiz in Herz Jesu. Zahlreiche Priesterkollegen begleiteten ihn dabei. Bild: uz
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
01.07.2014
12
0

Eigentlich wollte er Kirchenmaler werden. Ein Künstler in Diensten Gottes. Jetzt ist Frater Lukas Prosch Geistlicher. Weihbischof Reinhard Pappenberger hatte ihn in der Klosterkirche Speinshart zum Priester geweiht. Mit dabei: Viele Gläubige aus der Pfarrei Herz Jesu, wo Pater Lukas sein Diakonspraktikum absolvierte.

Am Freitagnachmittag feierte die Pfarrgemeinschaft Herz Jesu und St. Johannes in der Herz-Jesu-Kirche die Nachprimiz des Geistlichen. Musikalisch gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Chordirektor Peter Kosmusu den Festgottesdienst. In den ersten Reihen: Kommunionkinder und Pfadfinder. Konzelebranten waren Regionaldekan Gerhard Pausch, Pfarrvikar Andreas Reber, Pfarrer Christian Stock, Oberstudienrat Heribert Schmidt und Diakon Anton Feil. Vom Kloster Speinshart angereist war Pater Johannes Bosco.

Wie der Neupriester in seiner Predigt erklärte, habe ihm vor allem das Geheimnis um das Herz Jesu den Weg zum Priesteramt geebnet. Schon als 14-Jähriger sei der "Ministrant aus Leidenschaft" erstmals dem Herzen Jesu begegnet - in Form einer Gipsstatue, die er auf dem Speicher seiner Heimatkirche aufstöberte. Der Pfarrer habe ihm erlaubt, die Figur zu restaurieren, was ihm mit dem Geschick eines Heranwachsenden leidlich gelang. In der Folge sei die Christusfigur im Herz-Jesu-Monat Juni auf einem Seitenaltar ausgestellt worden. Viele Jahre später, im Priesterseminar, habe ihn ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert noch einmal mit dem Herzen Jesu konfrontiert. "Richtig erschlossen hat es mir die Thematik aber auch damals nicht."

Erst als er sein Praktikum in Herz Jesu angetreten habe und das große Altarbild mit dem offenen Herzen gesehen habe, sei ihm die Antwort auf all seine Fragen wie Schuppen von den Augen gefallen. "Gott will kein Gott fernab der Menschen sein, sondern ein Gott der Liebe." Gott habe sich den Menschen immer wieder offenbart. Leider sei uns Menschen diese Offerte immer zu wenig gewesen. "Jesus schenkt den Menschen sein Herz durch seine Verkündigung."

Der Gläubige müsse erkennen, dass die Botschaft Jesu nicht in der Vergangenheit geschehen sei, sondern auch hier und jetzt in dieser Pfarrgemeinschaft in Weiden. "Jesus hat ein Herz für uns." Pater Lukas Proschs Rat an die Kinder: "Ihr dürft euch ihm anvertrauen, mit allem, was euch belastet." An alle, die nicht mehr wüssten, wie es weitergeht: "Gott hilft euch weiter. Versucht's nur mal." Im Anschluss spendete er seinen Primizsegen. Gefeiert wurde ihm Pfarrheimgarten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2014 (9810)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.