Lustig ging es zu beim
Barnabas-Geschwader greift an

Bockbierfest des Schützenvereins Gut Ziel Seugast. Vor allem beim Bruder Barnabas, der in Seugast gleich als Dreierpack auftritt, kamen die Besucher aus dem Lachen gar nicht mehr heraus.

(ö) Wieder einmal hat alles gestimmt: Die Schützendamen servierten einen süffigen Gerstensaft und Schmankerln aus der bayerischen Küche, die Zoigl-Musi aus Aschach steuerte zünftige Musik bei, die Barnabas-Gebrüder nahmen die Geschehnisse im Schützenverein, im Dorf und in der ganzen Gemeinde gehörig auf die Schippe und der siebte Seugaster Gaudimax, heuer etwas reduziert, strapazierte die Lachmuskeln gehörig. Zudem führte die Kirwajugend als neuen Programmpunkt den zahlreichen Gästen einen Volkstanz auf der Bühne vor.

Schützenheim überfüllt

Soviel Engagement wurde von der Bevölkerung auch entsprechend honoriert und Schützenmeister Heinrich Schwirzer konnte ein überfülltes Schützenheim begrüßen. Mit zwei kräftigen Schlägen zapfte Braumeister Anton Bruckmüller mit Unterstützung von Bürgermeister Norbert Bücherl das erste Fass an. Mit einem lauten "Ozapft is!" eröffnete Schützenmeister Schwirzer das Bockbierfest und gab mit einem kräftigen Schluck aus dem Maßkrug den Ausschank frei.

Als erstes marschierten die feschen Burschen und Moidln der Kirwajugend ein. Die acht Paare führten die Sternpolka, wofür sie regen Beifall erhielten. Einen Angriff auf die Lachmuskeln der Gäste startete der siebte Seugaster Gaudimax mit Teilnehmern aus dem Publikum. Sieben Festbesucher präsentierten dabei im Schützensaal Witze. Per Applaus-Abstimmung wurde Pfarrer Steffen zum Sieger ernannt.

Einer allein genügt nicht

Ein einziger Bruder Barnabas kann in seiner Fastenpredigt ein Dorf schon ganz schön derblecken. Im Seugaster Schützenheim traten sie gleich zu dritt an: die Brüder Barnabas (Bernhard Prösl), Emmeram (Christian Schwirzer) und Severin (Andreas Götz). Das Trio schoss sich zunächst auf den Gemeindechristbaum ein. Bruder Barnabas präsentierte auf der Bühne eine stattliche Fichte für den Rathausplatz. Eine Seite Unterschriften habe nicht gereicht für die alte Linde an der Staatsstraße nach Hirschau, die trotzdem aus Sicherheitsgründen gefällt worden sei.

Sein Fett bekamen auch Schützenverein und -chor aus Seugast weg. In die Anschaffung neuer Schießstände habe der Verein sehr viel Geld investiert. Ebenso zogen die drei Fastenredner über den Ausflug des Chors nach Tesero her. "Mit dem neuen Seugaster Heimatlied schwebt der Chor in neuen Dimensionen", meinte der Severin. Ganz ohne Schaden kam auch die örtliche CSU nicht davon. "Der Grundler Jürgen scheiterte am Bücherl und Schöibrunn hat nicht einmal ein CSU-Gemeinderatsmitglied", stellte der Emmeram fest.

Außerdem mache das Vereinssterben auch vor Freihung nicht halt. Mit Tennisverein, Liederkranz und Schützengesellschaft seien drei Traditionsvereine in kürzester Zeit weggefallen. Zum Schluss nahmen sich die drei Prediger noch den 3. Bürgermeister Klaus Meißner und dessen Aufgabe als Seniorenbeauftragter in der Gemeinde, die zerstörten Zelte im Ortskern von Seugast und das alte Feuerwehrhaus mit seinem neuen Besitzer zur Brust.

Langer Beifall begleitete den Abgang des Trios und alle waren sich einig: "Guad woarns heia wieda, die drei Seichasta Fastenbrüder!" Die Zoiglmusi sorgte mit ihrer schneidigen Musik und den deftigen Liedern für gute Stimmung.
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