Macerata bestätigt Bürgermeister Romano Carancini in der Stichwahl
Alter Bekannter bleibt

Nach Kommunalwahlen in Macerata musste sich das Weidener Rathaus in der Vergangenheit oft an wechselnde Ansprechpartner gewöhnen. Diesmal kann es weiter auf Romano Carancini zählen. Der Bürgermeister des Mitte-Links-Bündnisses setzte sich am Sonntag in der Stichwahl durch und darf eine zweite fünfjährige Amtszeit angehen.

Carancini schlug seine Herausforderin Deborah Pantana mit 59 zu 41 Prozent. Erschreckend schwach fiel die Wahlbeteiligung mit 39 Prozent aus. Sei's drum: "Wir haben bis zum Morgen gefeiert", freut sich Ulderico Orazi am Tag danach. Carancinis Parteifreund hat bereits vor zwei Wochen zum vierten Mal hintereinander den Sprung in den Stadtrat geschafft. Er ist im Macerateser Rathaus einer der wichtigsten Verbindungsleute für die Städtepartnerschaft mit Weiden.

Orazi und Carancini, die möglicherweise beide zum Weidener Bürgerfest kommen, können auf eine solide Mehrheit im neuen Stadtrat zählen. Der wurde von 40 auf 32 Sitze reduziert. Die Mitte-Links-Partei PD hat 19 Mandate erobert.

Das Klima im Stadtparlament verspricht indes keineswegs wolkenlos zu werden. Das kündigte Carancinis Gegenkandidatin Pantana von der Berlusconi-Partei Forza Italia an. Der Rathauschef sei ob der geringen Wahlbeteiligung nicht legitimiert, für die Macerateser Bürger zu sprechen. "Er bleibt das Übel dieser Stadt", sagte sie gegenüber der Lokalzeitung.

Eine faire Verliererin scheint die Frau, die einen harten Wahlkampf, unter anderem gegen Immigranten, geführt hat, ohnehin nicht zu sein. "Ich werde Carancini nicht die Hand reichen und ihm nicht gratulieren", tönte sie in einer ersten Reaktion.
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