Mann nach Wohnungseinbruch in Schweinfurt verhaftet
Giftgrüne Jacke verrät Serieneinbrecher

Das Rätsel um eine Einbruchserie in Weiden ist geknackt. Dies gelang dank der Zusammenarbeit der Kollegen in Unterfranken mit den Beamten der Kripo und der Polizeiinspektion Weiden. Begonnen hatte die Serie bereits Mitte September 2014, als ein Unbekannter in ein Reifengeschäft in der Max-Reger-Stadt eingestiegen war. Sie gipfelte darin, dass Wohnungen in der Innenstadt durchwühlt wurden. Mit der Festnahme eines 36-Jährigen in Schweinfurt am 1. Juni endete sie jäh. Dies teilte das Regensburger Polizeipräsidium nun mit.

Ins Netz ging der mutmaßliche Täter Zivilfahndern der Polizei Anfang Juni in Unterfranken, weil eine Frau den 36-Jährigen sehr gut beschrieben hat. Kein Wunder. Hatte die Frau den Einbrecher doch überrascht, als er gerade ihre Wohnung in Schweinfurt durchwühlte. Der ertappte Mann nahm flugs Reißaus. Dennoch konnte die Frau ihn genau beschreiben.

Scharf auf Reifen

Insbesondere seine markante grüne Jacke brannte sich in ihr Gedächtnis. Ihretwegen erkannten dann auch Zivilfahnder der Schweinfurter Polizei den Mann tags darauf wieder. Sie nahmen ihn fest. Seither sitzt der 36-Jährige in Untersuchungshaft. Akribische Ermittlungsarbeit wie diverse Spurensicherungen und -abgleiche förderte zutage, dass der Kraftfahrer wohl auch in Weiden "tätig" war, heißt es im Polizeibericht. So wird der 36-Jährige verdächtigt, in einer Nacht Mitte September in ein Reifengeschäft eingebrochen zu sein und Pneus im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen zu haben.

Zwei Mal Tatort Innenstadt

Drei Monate später brach er vermutlich in ein Mehrfamilienhaus in der Altstadt ein. Dort hebelte er am 29. Januar die Tür auf, durchwühlte alle Zimmer und nahm Bargeld, ein Elektrogerät sowie diverse Schriftstücke mit. Es entstand Sachschaden in vierstelliger Höhe. Das Diebesgut hatte einen Wert im mittleren dreistelligen Bereich. Bereits einen Tag später brach er wohl in eine Wohnung eines anderen Mehrfamilienhauses in der Innenstadt ein. Dort ließ er vor allem Schmuck im Wert von knapp 500 Euro mitgehen.

Was den 36-Jährigen ohne Wohnsitz in Deutschland zu den Einbrüchen ausgerechnet in Weiden trieb, ist unklar. Deutlich aber wurde die professionelle Zusammenarbeit über die Grenzen von Regierungsbezirken und Polizeipräsidien hinweg, betont der Sprecher des Polizeipräsidiums Regensburg, Marco Müller: "Nur so gelang dieser Ermittlungserfolg."
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