Margareta Seidl stößt auf 101. Geburtstag an
"Viele schöne Tage"

Bis vergangenes Jahr lebte Margareta Seidl noch in der eigenen Wohnung. Zum 101. Geburtstag stieß sie mit OB Kurt Seggewiß im Kurzzeitpflegeheim der Diakonie an. Dort lebe es sich auch gut, sagt sie. Beschwerden habe sie eh nicht zu viele, nur: "Das Alter ist einfach da." Bild: Hartl
Die Feier dauert nur Minuten, und schon geht es vom Kurzzeitpflegeheim der Diakonie hinaus in die Welt. Zu Schwefelseen an der russischen Grenze. "Da stinkt's kilometerweit", erzählt Margareta Seidl von einer ihrer Reisen. Oder an einen Grenzfluss bei Jugoslawien, auf dem die zierliche Frau mit dem Kanu fuhr. "Da hat's uns ein bisschen durchgeschüttelt." Seidl lacht. "Wir haben lauter Unfug getrieben."

Seidl hatte eine Menge Zeit, Unfug zu treiben. Am Dienstag hat sie 101. Geburtstag. Die Söhne Hermann und Alfons sind da. Bevor es zur Feier mit Verwandten geht, kommt OB Kurt Seggewiß zum Gratulieren. Die gebürtige Sulzbach-Rosenbergerin, die in Grafenwöhr eine Bäckerei leitete und in Weiden bei Eduscho arbeitete, erzählt vom FC Bayern, den sie bis heute im Fernsehen verfolgt. Auch von traurigen Momenten in all den Jahren. Und von den "vielen schönen Tagen", die sie vor allem auf Reisen hatte - Seidl war in ihrem Leben schon in fast allen Ecken der Welt unterwegs. Am liebsten, sagt sie, würde sie nochmal auf große Fahrt gehen. Aber das lasse ihr Zustand nicht mehr zu. Wobei: Ganz vorbei ist es mit den Reisen noch nicht. Von der Stadt gibt's als Geschenk eine Fahrt mit dem "Adler". Demnächst geht es also wieder raus. Vielleicht nicht in die weite Welt. Aber in den Steinwald.
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