Maria Sponsel will Michael Bihler an Spitze der Jungen Union beerben - Kreisversammlung ...
"Ich kam schon schwarz auf die Welt"

Maria Sponsel soll Michael Bihler an der Spitze der Jungen Union Weiden beerben. So wünscht es sich der Kreisverband. Das letzte Wort aber haben die Mitglieder bei den Neuwahlen Anfang Mai. Bild: Gammanick
Lokales
Weiden in der Oberpfalz
27.04.2015
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Alles neu macht der Mai - bei der Jungen Union definitiv. "Sie wird bei der Kreisversammlung am 3. Mai ein fast komplett neues Gesicht bekommen", verheißt der Stadtrat und Noch-Kreisvorsitzende Michael Bihler. Denn seine bisherigen Stellvertreter Susanne Volkmer (altersbedingt) und Julia Schreier (wegen des Studiums) werden sich aus dem Führungsteam verabschieden. Bihler nimmt nach sieben Jahren an der Spitze ebenfalls den Hut, weil er mit über 35 Jahren zu alt für die jungen Wilden der CSU geworden ist. Seine Nachfolgerin steht bereits Gewehr bei Fuß.

Maria Sponsel heißt die Frau, für die sich der CSU-Kreisausschuss bereits vor den Neuwahlen im Mai einstimmig ausgesprochen hat. Die gebürtige Ebermannstädterin ist 31 Jahre alt, nach Stationen in Oberfranken und München Lehrerin an der Pestalozzi-Schule in Weiden und seit Spätsommer 2013 Mitglied bei der JU in der Max-Reger-Stadt.

Mit 19 Jahren zur Partei

"Ich bin schon schwarz auf die Welt gekommen", stellt die Blondine mit fränkischem Zungenschlag fest. Der Vater war Ortssprecher in Ebermannstadt, der Opa Bürgermeister in Wohlmuthshüll (mittlerweile ein Stadtteil von Ebermannstadt), der Onkel Stadtrat in Bamberg. Maria Sponsel trat mit 19 Jahren 2003 der Jungen Union in der knapp 7000 Seelen umfassenden Kleinstadt Ebermannstadt bei. Bereits zwei Jahre später wirkte sie in der CSU-Vorstandschaft mit, 2009 wurde sie Kreis-, 2011 Ortsvorsitzende. Sie engagierte sich im CSU-Bezirksausschuss und arbeitete in den Arbeitskreisen Frauen und Bildung mit. Die Aufnahme in die CSU-Akademie, eine Kaderschmiede für künftige Führungskräfte, zeigt, dass Maria Sponsels Weg in der Partei weder mit der Gründung des JU-Ortsverbandes Hammerweg im Juli 2014 noch mit der möglichen Übernahme des Kreisvorsitzes in der Jungen Union Weiden enden wird. Zu einer späteren Kandidatur für den Stadtrat sagt die 31-Jährige: "Man weiß nie, was kommt. Ich bin auf jeden Fall offen."

"Wenn man Verantwortung an der Spitze einer Partei übernimmt, will man nach vier Jahren nicht einfach abtreten", stimmt ihr Michael Bihler zu. Zu seinen eigenen politischen Karriereplänen äußert sich der Stadtrat verhalten: "Ich bin nun erst einmal Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Lerchenfeld." Ist das die Endstation? "Man hat Gedankenspiele. In der Politik weiß man nie", sagt Bihler schlicht. Auf Nachfrage hat er das Datum für die nächsten OB-Wahlen gleich parat: 2020 sei es soweit.



Landesvorsitzender zu Gast

Am Sonntag, 3. Mai, steigt die Kreisversammlung der Jungen Union Weiden mit Neuwahlen und JU-Landesvorsitzendem MdL Dr. Hans Reichhart im Hotel Stadtkrug.
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