Mariä Lichtmess

Bis 1912 war Mariä Lichtmess im Königreich Bayern ein offizieller Feiertag, Zins- und Zahltag und das Ende des Dienstbotenjahres. Knechte und Mägde erhielten den Rest ihres Jahreslohns, konnten sich eine neue Arbeitsstelle suchen oder - üblicherweise per Handschlag - um ein weiteres Jahr verlängern. Zwei Tage vorher und nachher war der Schlenkl- oder Schlankltag. An diesem zog man um zum neuen Arbeitgeber und hatte gleichzeitig eine Art Jahresurlaub - den einzigen. Von den Lichtmess-Bräuchen ist noch die Kerzenweihe fürs ganze Jahr erhalten. Das Gesinde bekam vom Bauern die sogenannten Pfennigkerzen - schmal und nur zehn Zentimeter groß, wurden sie beim Rosenkranz entzündet. (frt)
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