MdB Rupprecht bei der CSU-Seniorenunion zu Gast
Fast ein "alter Hase"

Rente, Euro und der demografische Wandel waren Themen beim Stammtisch der CSU-Seniorenunion mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht (stehend). Bild: Dobmeier
Die Eurokrise, die Renten sowie der demografische Wandel: Das waren die Themen, die den CSU-Senioren unter Vorsitz von Hartmut Brönner bei einem Besuch von MdB Albert Rupprecht im Gasthof Dagner unter den Nägeln brannten. Rupprecht bezeichnete sich dabei nach 13 Jahren als "fast alten Hasen" im Bundestag und erinnerte an die Krise bei seinem Amtsantritt, als es fünf Millionen Arbeitslose gegeben habe.

Die anschließende Finanzkrise habe gedroht, den Wohlstand zu vernichten, und die Wirtschaftskrise habe den größten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg gebracht. Der Abgeordnete ging ein auf einige Wahlversprechen der CSU wie die Pkw-Maut, die Mütterrente, die sich für viele Rentnerinnen positiv auswirke, sowie die Rente mit 63. Er finde die Rentenregelung mit 45 Jahren ohne Abschlag gut, aber die Anrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit kritisierte Rupprecht.

Zur Griechenland-Krise erläuterte Rupprecht, er habe dem ersten Rettungspaket nur wegen der Gefährdung der Einlagen von deutschen Lebensversicherern in Griechenland zugestimmt. Vor weiterer Hilfe brauche es erst grundlegende Reformen.

Unsoziale Gebühren

Ein Senior sprach den Rückzug der Genossenschaftsbanken und Sparkassen aus der Fläche an. Nicht jeder ältere Mensch verfüge über Online-Zugang für die Bankgeschäfte. Außerdem würden manuelle Überweisungen durch hohe Gebühren unsozial belastet. Rupprecht kündigte an, diesbezüglich mit entsprechenden Entscheidungsträgern Kontakt aufnehmen.

Zur Frage der Rentenhöhe erinnerte Rupprecht an die Steigerung um 1,6 Prozent für 2014 und 2,1 Prozent für 2015. Damit ergebe sich bei niederer Inflationsrate ein realer Rentenanstieg. In Zeiten des demografischen Wandels sei die Behördenverlagerung der Bayerischen Staatsregierung mit 190 Beschäftigten an vier Standorten ein klares Zeichen für die ländliche Region. Durch Digitalisierung und mit Hilfe von Videokonferenzen sei die dezentrale Behörde kein Problem mehr. "Statt prognostizierter 20 Beschäftigter beim Weidener Zoll sind es bei der Sicherheitsanalyse durch Rupprechts Einsatz 300 Bedienstete geworden", lobte Hans Forster als dort Beschäftigter. Erfreulich sei auch der Erhalt des Bundeswehr-Standortes Weiden mit bis zu 1300 Soldaten.

Für junge Leute sei die zu erwartende Rente ein echtes Problem, erkannte ein Senior angesichts der EU-Niedrigzinspolitik. Rupprecht riet, bei langem Anlagehorizont auch einmal Aktien zu berücksichtigen. Als Bumerang erweise sich die Niedrigzinspolitik. Diese verleite untere Gesellschaftsschichten zum Geldausgeben. Wenn dann das Kapital aufgebraucht sei müsse der Staat per Sozialhilfe einspringen.
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