Mehr Platz für Urnen

Steinmetzmeister Thomas Raithel (Zweiter von rechts) erläuterte den Parteienvertretern, wie sich die geplanten Urnengräber am Stadtfriedhof umsetzen lassen könnten. Bild: hcz

Der Wunsch ist da, das Angebot hinkt noch hinterher: Weil sich immer mehr Weidener Feuerbestattung wünschen, braucht es laut Bürgerliste und Co. auch mehr Urnengräber. Wie das am Stadtfriedhof aussehen könnte, darüber informierte sich die Fraktion vor Ort.

2000 der 20 000 Gräber am Stadtfriedhof sind derzeit frei. Dabei steigt die Tendenz zur Feuerbestattung, wie Martina Fuhrmann vom Bestattungsinstitut Bauer berichtet. Den aus der Bevölkerung kommenden Wunsch, entsprechend Urnengräber einzurichten, unterstützen Bürgerliste, Freie Wähler und FDP unisono. Um sich über die Möglichkeiten zur Umsetzung und einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung, der in Kürze den Finanzausschuss passieren soll, zu informieren, trafen sich die Stadträte Reinhard Meier, Dr. Christian Deglmann, Philipp Beyer, Stefan Rank und Reinhold Wildenauer sowie weitere Interessierte aus ihren Gruppierungen mit Fachleuten am Friedhof.

Zwischen einzelnen Gräberreihen, die wegen zu enger Gänge am Ende der Grablaufzeit nicht mehr belegt werden, biete sich die Ausweisung als Urnengrabstätten an, erläuterte Steinmetzmeister Thomas Raithel. Ein besonders geeignetes Feld besichtigte die Delegation im hinteren Bereich des Friedhofs, in der Nähe der bestehenden Urnen-Mauern. "Ohne finanziellen Aufwand für die Stadt" solle das Projekt realisiert werden, betonte Stadtrat Wildenauer. Im Gegensatz zur Urnenwand sei ein Urnengrab eine "individuelle Grabstätte". Die Kosten würden sich nach der Planung in ähnlichen Regionen bewegen. Auf 393 Euro solle sich ein Urnengrab für 15 Jahre belaufen (zum Vergleich: Nische in der Urnenwand: 439 Euro, Erdgrab: 435 Euro).

Als Vorteil für die Stadt und damit alle Nutzer hob Wildenauer hervor, dass die Flächen aufgelassener Gräber dann nicht mehr verwildern würden, wenn auf ihnen ein Urnengrab entstünde. 50 mal 80 bis maximal 60 mal 100 Zentimeter sei als Größe der geplanten Urnengrabstätten vorgesehen, berichtete Raithel. Auf gestalterische Gesichtspunkte gingen Fuhrmann und Gärtnermeister Kurt Steinhilber ein.
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