Mehr voneinander wissen

Volksbank-Vorstandssprecher und Gremiumsvorsitzender Gerhard Ludwig (am Pult) begrüßte die Referenten (sitzend von links) Abteilungsdirektor Franz Weichselgartner von der Regierung der Oberpalz, OTH-Präsident Professor Dr. Erich Bauer und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Bild: sbü

Rasant war die Entwicklung der Hochschule Amberg-Weiden in den letzten Jahren. Jahr für Jahr wuchsen die Studentenzahlen und der Lehrbetrieb. Jetzt sind es schon 3560 Studenten und 20 Studiengänge. Und es könnte so weitergehen. Ideen gibt es genug, wie bei der November-Sitzung des IHK-Gremiums Weiden zu hören war.

(sbü) Die Zusammenarbeit zwischen der OTH Amberg-Weiden und der regionalen Wirtschaft war das zentrale Thema der November-Sitzung des IHK-Gremiums Weiden in den Räumen der Volksbank. " Wir müssen mehr voneinander wissen", lautete eine der Forderungen des Präsidenten der Hochschule, Professor Dr. Erich Bauer an die versammelten Wirtschaftvertreter.

"Im Verbund mit der einheimischen Wirtschaft" will Bauer die Region weiter stärken. Dazu sei es jedoch erforderlich, Antworten auf die Frage zu entwickeln "Wie kommen wir als Hochschule besser an Außenstehende heran?" Bauer erinnerte auch an den "Kaufkraftbeitrag der Hochschule, der zu wenig gesehen werde". Zwar sei zum Beispiel mit den Forschungspartnerschaften, sowie mit Partner Circle, Technologiecampus und dem Konzept "Innovative Lernorte" schon viel erreicht worden. Dennoch sollte die Hochschule "anders und deutlicher wahrgenommen werden und die mittlere und nördliche Oberpfalz vor allem als Wissensregion gesehen werden".

Zusammenarbeit stärken

Um dies zu erreichen, forderte der Präsident zu verstärkter Zusammenarbeit zwischen OTH und einheimischer Wirtschaft auf. Neben den Lehrauftrag sieht Prof. Bauer vor allem die angewandte Forschung, den Technologietransfer und die praxisorientierte Weiterbildung als Felder, in denen die Hochschule für die Region noch mehr leisten wolle. Professor Bauer bot der Wirtschaft konkret an, die vorhandenen Forschungseinrichtungen gegenseitig zu nutzen. Zudem nannte er konkrete Vorschläge. "Neue Leuchtturmprojekte könnten in Weiden der E-Commerce und in Amberg die Medieninformatik werden." Schon seit längerem sieht die Hochschule im E-Commerce einen der "Megatrends" für die Entwicklung der Wirtschaft.

Für seinen Vorschlag bekam Prof. Bauer sofort auch "die volle Unterstützung der IHK, denn das Thema E-Commerce ist eine tolle Chance für den Handel" wie Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes formulierte.

Helmes begrüßte auch die "Weichenstellung für das Oberzentrum Weiden durch die beabsichtigte Ausweisung des neuen Industriegebiets Weiden IV. Jetzt kann gezeigt werden, dass man in Weiden auch groß investieren kann". Darüber hinaus plädierte er für ein eigenständiges Regionalmarketing der Oberpfalz".

An Regierung wenden

Abschließend berichtete Abteilungsdirektor Franz Weichselgartner von der Regierung der Oberpfalz, dass im EU-Programm EFRE im Förderzeitraum bis 2020 für Bayern insgesamt 495 Millionen Euro zur Verfügung stünden. Förderquoten im sogenannten GA-Förderprogramm seien deutlich reduziert und viele Regionen wechselten vom C- ins Fördergebiet D mit niedrigeren Förderquoten. Weichselgartner empfahl den Betrieben, bei geplanten Investitionen frühzeitig mit der Regierung Kontakt aufzunehmen.
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