Mehr Wertschätzung

Was muss sich ändern, damit der Soziale Erziehungsdienst nicht an Attraktivität verliert? Die Gewerkschaft Komba und der Beamtenbund haben da einige Ideen.

Seit 2009 gibt es die Entgeltordnung für den Sozialen Erziehungsdienst. Die fünfjährige Laufzeit endete am 31. Dezember 2014. Im März beginnen die Verhandlungen rückwirkend für den Zeitraum ab Januar 2015. Dass das Ergebnis für die Tarifbeschäftigten der Länder - Verhandlungsbeginn ist 16. Februar - auch auf die kommunalen Beschäftigten übertragen werde, stehe außen vor. Den Erzieherinnen im kommunalen Bereich geht es deshalb vor allem um eines: Um mehr Wertschätzung und eine bessere Bezahlung ihrer Leistungen. Deshalb hatten Komba und Beamtenbund ihre Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst zu einer Informationsveranstaltung in die "Almhütte" eingeladen, wo sie die Möglichkeit hatten, ihre Eckpunkte entsprechend darzustellen.

Wie der stellvertretende Vorsitzende der Bundestarifkommission, Andreas Hemsing, deutlich machte, forderte der Deutsche Beamtenbund vor allem Neuregelungen für die Leitungspositionen. So sollten zum Beispiel die Eingruppierungsmerkmale von Leitern im Erziehungsdienst - in Weiden sei das Tohuwabohu betroffen - künftig von Kopfzahlen als alleinigem Kriterium entkoppelt werden.

Der sich abzeichnende Personalmangel werde nicht nur dazu führen, neue und gut qualifizierte Kräfte gewinnen zu müssen. Maßgebend werde auch sein, dem vorhandenen Personal gute Rahmenbedingungen zu bieten, damit dieses ein Erwerbsleben lang gesund und einsatzfähig bleibe. Daher forderte der Beamtenbund auch Verbesserungen im Gesundheitsmanagement und für die Jugend. In den Eckpunktekatalog eingepasst werden sollten auch die finanzielle Berücksichtigung von Zusatzqualifikationen, bessere Vor- und Nachbereitungszeiten, mehr Zeit für Erholungsphasen und Fortbildung sowie eine geregelte Vertretung im Krankheitsfall.

Derzeit sei man unterwegs, um die Beschlüsse mit den Mitgliedern vor Ort als Teil der "Wertschätzungstage" abzustimmen. Wichtig sei vor allem eine gerechte Grundeingruppierung der Mitglieder.

"Uns geht's hier um berufliche Aufstiegsmöglichkeiten, nicht um prozentuale Erhöhungen. Die kommunalen Erzieherinnen bekommen, was wir 2016 wieder für die Kommunen verhandeln", erklärte Tarifausschussmitglied Hans-Dieter Schulze.
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