Menschen helfen

Eigentlich sollte Natalie Scharl als Vertrauensfrau der evangelischen Gemeinde in Rieden nur die Flüchtlinge aus Syrien, der Ukraine und Äthiopien begrüßen, die in einem Privathaus in Rieden untergebracht sind. Doch sie merkte sehr schnell, dass das nicht reichte. Vor allem die mangelnden Sprachkenntnisse der Flüchtlinge machten der Grundschullehrerin große Sorgen.

Und so organisierte sie kurzerhand einen Deutschkurs für Anfänger. Zahlreiche Helferinnen schlossen sich an: Burga Seidl, Gisela Link, ihre Kindergartenfreundin Christa Bauer oder das Pfarrerehepaar helfen, wo es möglich ist. Sie alle unterrichten nicht nur die deutsche Sprache, sondern unterstützen bei der Suche nach Wohnungen für die anerkannten Asylbewerber, helfen beim Bürokratiekram, bei den Einkäufen oder anderen alltäglichen Dingen.

Ein Ausflug nach Amberg mit dem Besuch des Eisstadions und des Kurfürstenbads gehört schon zu den absoluten Höhepunkten im tristen Alltag der Asylbewerber, die bis zu ihrer Anerkennung nicht arbeiten dürfen. Und auch später unterstützen sie die Riedener Neubürger: Sie treiben Arbeitsstellen auf, helfen bei den erforderlichen Formalitäten oder hören einfach mal zu, wenn die Flüchtlinge von den Gräueln erzählen, die sie in den vergangenen Jahren in ihrer Heimat erlebt haben. (ass)
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