Menschen mit und ohne Handicap

Stockbrot, Würstchen und Kartoffeln brieten die jungen Leute zusammen mit den Betreuern des Projekts zum Abschluss. Bild: hcz

Die Schüler kamen von der Pestalozzi- und von der HPZ-Förderschule. Ihr gemeinsames Projekt war die Verschönerung des "NaturFreunde"-Wanderheims. Probleme mit dem Miteinander hat es nicht gegeben.

Den Abschluss ihres gemeinsamen Projekts feierten Schüler der Pestalozzi-Mittelschule und der Berufsschulstufe der HPZ-Förderschule. An zehn Tagen hatten die jungen Leute an der Verschönerung des "NaturFreunde"-Wanderheims in Trauschendorf gearbeitet, dort Neues geschaffen, im Internet recherchiert und den Umgang mit Werkzeugen erlernt. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken".

Feuer und Flamme

Die Begegnung von Menschen mit und ohne Handicap stand im Mittelpunkt. Und: Nie hat es Probleme mit dem "Miteinander" gegeben, berichteten Christian Hüttner (HPZ), Kerstin Schmola (Pestalozzi-Mittelschule) und Christine Mutzbauer (Kolping-Bildungswerk). Die Idee hatte Theresa Weidhas von der "NaturFreunde"-Ortsgruppe. Die Vorsitzenden Christian Weidner und Herbert Schmid waren gleich Feuer und Flamme und hatten bei der Schulleitung und beim Heilpädagogischen Zentrum offene Ohren gefunden.

Günther Grabs, der Hüttenwart des "NaturFreunde"-Wanderheims, stellte mit dem lokalen Untertitel des Projekts "Steine sind nur draußen schön, nicht im Herzen" zudem den Bezug zum Oberpfälzer Granit her. "Steine" deshalb, weil mit zehn Tonnen Gestein eine neue Feuerstelle geschaffen werden sollte. An ihr können nun die Besucher und Übernachtungsgäste des Wanderheims - über 600 sind es jährlich - abends am Lagerfeuer zusammen sitzen und grillen.

Nicht nur ein Stein

"Steine" auch deswegen, weil die Schüler aus der umfangreichen Gesteinssammlung aus dem Besitz der "NaturFreunde" einige Exponate für eine Ausstellung auswählen durften. Diese sollen nun in Vitrinen, die noch im HPZ gefertigt werden, auf einem Plateau innerhalb des Geländes beim Haus gezeigt werden. Hierbei motivierte Dr. Frank Holzförster vom Geozentrum Windischeschenbach die jungen Leute vorbildlich. "Man denkt, es wäre nur ein Stein. Dabei findet man bei der Betrachtung unter dem Mikroskop unglaubliche Sachen", berichtete begeistert ein junger Mann. Zudem habe es allen Beteiligten Spaß gemacht, pflichteten ihm zwei Mädchen bei.
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