Michael Tschapka hat als WTC-Chef viel vor
Die beste Medizin

Ein gebürtiger Schwandorfer Michael Tschapka (37) will den Weidener Technologie-Campus weiter nach vorne bringen. Bild: sbü

Gut ein halbes Jahr war die Stelle verwaist. Jetzt nahm Michael Tschapka seine Arbeit als neuer WTC- und ATC-Geschäftsführer auf. Und viel Arbeit wartet auf ihn: vor allem das neue Projekt namens "Gesundheits- und Medizintechnik-Campus Oberpfalz".

Als Wissenschaftler hat Tschapka erforscht, wie man im Tourismus eine Region für möglichst viele Menschen attraktiv machen kann. Jetzt will er den Weidener und den Amberger Hochschulstandort noch attraktiver machen. "Den Gesundheits-und Medizintechnik-Campus Oberpfalz gemeinsam mit der OTH in Regensburg aufbauen" - das nennt Tschapka als eine seiner vorrangigsten Aufgaben: Im Zuge des Nordbayernplans der Bayerischen Staatsregierung fließen demnächst 1,5 Millionen Fördergelder nach Weiden, Amberg und Regensburg.

In Weiden bekomme der Campusbereich Medizintechnik ein erweitertes und vertieftes Aufgabenfeld. Damit werden "die medizintechnischen Forschungseinrichtungen, um die uns viele beneiden noch attraktiver", kündigt Tschapka an. Dann könnten in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft oder den Kliniken noch mehr Vorzeigeprojekte - wie zum Beispiel Hybrid-OP - entwickelt werden. In Amberg werde das ATC in einem zweiten Bauabschnitts vergrößert.

Auch Forschungsreferent

Um eine stärkere Verzahnung zwischen Technologiecampus und Hochschulbetrieb zu verwirklichen, wird Tschapka neben seiner Geschäftsführertätigkeit auch als Forschungsreferent am "Institut für Angewandte Forschung der OTH Amberg-Weiden" tätig sein. Dort will er für die OTH weitere Forschungsgelder akquirieren und die Zusammenarbeit mit dem Trägerverein "Technologie-Campus e.V." intensivieren. Noch enger sollen auch die Verbindungen zum Verbund "Medical Valley" der Europäischen Metropolregion Nürnberg werden.

Und die Liste der Aufgaben für Tschapka ist noch länger: Laut OTH- Vizepräsident Professor Dr. Reiner Anselstetter sollen am Technologie-Campus auch die Bereiche E-Commerce und Neue Medien erweitert werden. "Ich freue mich, nach 15-jähriger Abwesenheit wieder hier zu sein, und bewundere, wie sich die Region verändert hat. Vor allem die vielen innovativen Unternehmen gab es früher nicht", sagt Tschapka.

Der 37-Jährige tritt die Nachfolge von Dr. Karin Preißner an, die schon im März an eine private Hochschule nach München wechselte. Tschapka ist in Schwandorf geboren und wohnt derzeit auch wieder dort. Nach dem Gymnasium in Burglengenfeld und Schwandorf und einer kaufmännischen Ausbildung absolvierte er ein Bachelor-Studium an der Universität in Brighton (Großbritannien) und ein Masterstudium in Canberra (Australien). Sein Berufseinstieg erfolgte bei Microsoft in München. Dann wechselte Tschapka nach Chur in die Schweiz. Dort war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Projektleiter und Dozent am Institut für Tourismus und Freizeitforschung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Als Studienschwerpunkt nennt er den Tourismusbereich.
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