Millionen-Projekt Wittgarten-Durchstich wieder aufgetaucht - Hoffen auf Gelder aus Berlin - OB ...
Eine alte Idee wird neu belebt

OB Kurt Seggewiß und MdB Uli Grötsch (rechts) stellten Staatssekretär Florian Bronold (Mitte) das Millionen-Projekt "Wittgarten-Durchstich" vor. Sie hoffen auf hohe Fördergelder von bis zu 90 Prozent der Investitionssumme. Bild: hfz
Trotz der angespannten Haushaltslage soll in Weiden weiter in die Entwicklung der Innenstadt investiert werden. Dabei sieht Oberbürgermeister Kurt Seggewiß die Anbindung der Max-Reger-Straße an die Stadtgalerie und die Verknüpfung der Kundenströme als sehr wichtige städtebauliche Maßnahme. Gegenüber dem "Neuen Tag" erläuterte er, dass bei den Überlegungen die Jahrzehnte alte Idee des Witt-Garten-Durchstichs eine Schlüssel-Rolle spiele. "Dann kann die Fußgängerzone aus dem westlichen Stadtteil Stockerhut umweglos, barrierefrei, fußgänger- und radfahrerfreundlich erreicht werden." Das Millionen-Projekt war aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben worden.

Plötzlich aber tun sich neue Möglichkeiten auf. Zur Finanzierung laufen bereits etliche Gespräche. So war Seggewiß vor kurzem zusammen mit Stadtkämmerin Cornelia Taubmann und Stadtplaner Friedrich Zeiß auf Vermittlung von MdB Uli Grötsch in Berlin, um die Weidener Pläne für die Aufwertung der Max-Reger-Straße und anderer Bereiche vorzustellen. Erster Ansprechpartner war dabei Staatssekretär Florian Pronold, zugleich Bayerns SPD-Chef. Dessen Bundesministerium für Umwelt und Bau ist für die Städtebauförderung zuständig.

Die Mittel aus dieser Förderung bezeichnete Seggewiß als wahrscheinlich wichtigstes Instrument für die Entwicklung der Weidener Innenstadt in den nächsten Jahren. MdB Grötsch sagte, die Bundesregierung habe in den zurückliegenden Wochen einiges getan, um gerade die finanzschwachen Kommunen zu stärken. Er verwies vor allem auf den "Kommunalinvestitonsförderungsfonds". Aus diesem Sondervermögen werden noch im Laufe dieses Jahres 3,5 Milliarden Euro für Investitionen finanzschwacher Kommunen zur Verfügung gestellt.

Die in Frage kommenden Kommunen legt der Freistaat Bayern fest. Der Abgeordnete sieht angesichts der Haushaltslage aber gute Chancen für die Stadt Weiden, von den hohen Fördersätzen, die bis zu 90 Prozent der Investitionssumme betragen, profitieren zu können.

Optimismus versprühte auch der Staatssekretär. Die Gelder seien für Projekte wie das in Weiden geplante gedacht. Wichtig sei es, im engen Schulterschluss mit dem Freistaat für eine Umsetzung zu sorgen und den Zugang zu den Fördertöpfen auch sicherzustellen, sagte Pronold.
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