Mit 50 auf der Höhe der Zeit

Am 25. Oktober 1964 wurde der Neubau des Landwirtschaftsamtes Weiden mit Landwirtschaftsschule in der Beethovenstraße bezogen. Zum Festakt begrüßte Leitender Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener viele Gäste aus Politik und Landwirtschaft. Festredner war Staatssekretär Albert Füracker (vorne rechts). Bild: Dobmeier

Vor 50 Jahren hat das Landwirtschaftsamt mit der Landwirtschaftsschule den damaligen Neubau in der Beethovenstraße bezogen. Doch von Midlife-Crisis keine Spur. Die Einrichtung hat den Wandel der Zeit gut gemeistert, bescheinigte Albert Füracker.

Weiden. (rdo) Der Staatsekretär gratulierte am Sonntag zum 50-jährigen Jubiläum am Dienstsitz des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weiden. Für den besonderen Geist, der hier herrsche, sorgten die Menschen, die schulische Bildung und Beratung in der Vergangenheit vermittelten und dies auch ihn Zukunft tun würden.

Dank an Stadt und Kreis

Leitender Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener freute sich über die zahlreichen Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Petra Dettenhöfer (CSU) und Annette Karl (SPD) sowie namhafte Vertreter landwirtschaftlicher Organisationen. Er dankte den Sachaufwandsträgern, dem Kreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden, die dafür sorgen würden, dass die Einrichtung ihrem Auftrag nachkommen könne.

"Es ist noch keine Art von Midlife-Crisis zu spüren, nach 50 Jahren", verkündete Landrat Andreas Meier. Es tue der Region gut, dass der Nachwuchs hier eine landwirtschaftliche Ausbildung bis zu den höchsten Weihen absolvieren könne. Bildung sei das Fundament für die und dies werde sich auch in den nächsten 50 Jahren nicht ändern.

Auch wenn viele in Weiden kein Landwirtschaftsamt vermuten würden, so reiche die landwirtschaftliche Tradition in der Stadt doch bis zu den Ackerbürgerhäusern zurück, erinnerte Weidens Bürgermeister Jens Meyer. "Landwirtschaft bedeutet Verantwortung für die Kulturlandschaft." Die landwirtschaftliche Ausbildung erhalte das Handwerkszeug für die Jugend. Die musikalische Umrahmung gestaltete Zithervirtuose Gerhard Wunderlich.

Der Wandel könne als Freund oder Feind gesehen werden, erinnerte Staatssekretär Albert Füracker an Worte des früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Die entscheidende Frage sei, wie wir den Wandel gestalten. Schlagworte in der Landwirtschaft der letzten 50 Jahre waren dabei Kundenwünsche, volatile Märkte und die fortschreitende Technik.

In den 60er Jahren galt das Hauptaugenmerk der Grundversorgung. Es folgte auf dem freien europäischen Markt die Einführung der Milchquote. Seit den 80er Jahren standen die gesunde Ernährung und das Thema Recycling im Vordergrund. Heute stellen erneuerbare Energien mit Biogaserzeugung und professioneller Getreideanbau wichtige Aspekte dar.

Den Wandel gemeistert

Der Neumarkter Staatssekretär bescheinigte der Behörde, dass sie das volle Vertrauen der Landwirte genieße. Füracker lobte das AELF für fünf Jahrzehnte Ausbildung und Beratung im technischen Wandel. Er wünschte den Beteiligten, dass der weitere Weg ebenfalls gelingen möge.
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