Mit Aufklärung gegen Ängste

Christine Reitinger und Max Hastreiter (von links) mischen sich beim Forumtheater ein. Bilder: hfz (2)

Deutschland als ein gastfreudliches Land und die Integration von Flüchtlingen als große Chance: Die Katholische Landvolkbewegung hat eine klare Position. Deshalb will sie helfen, Vorurteile und Ängste bei den Bürgern abzubauen.

Bei ihrer Diözesanversammlung befasste sich die Katholische Landvolkbewegung (KLB) auch mit Asyl und Flüchtlingen. Nach ihrer Auffassung ist es notwendig, in Bildungsveranstaltungen über Hintergründe, die rechtliche Situation und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren - um so Vorurteile und Ängste in der Bevölkerung abzubauen.

Publikum darf eingreifen

Das Regensburger UE-Theater bot in zehn Szenen einen Einblick in die aktuelle Rechtslage: Hintergrund-Informationen zum Asylverfahren und Zitate aus Bescheiden machten die Zuschauer zu Betroffenen. Sie durften das Spiel unterbrechen und das Verhalten von Personen ändern, zum Beispiel bei Kontrollen im Zug oder Demonstrationen. Statt Ängste vor Fremden zu schüren, ist es laut einer Pressemitteilung der KLB wichtig, den direkten Kontakt zu suchen. So würden Barrieren abgebaut, so könne Integration gelingen. "Vielleicht gehen Migranten auch als Botschafter für Werte zurück in ihre Herkunftsländer", sagte der scheidende Diözesanvorsitzende Alfons Wittmann aus Niedermurach. Die jahrzehntelange Unterstützung von Hilfsprojekten im Senegal vermeide letztlich Flucht aus diesem Land, erklärte KLB-Referentin Gertrud Binner. Daher sei es sinnvoll und notwendig, sich mit der ASDI (Association Sénégalaise pour le Développement Intégré), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst der KLB dort weiterhin zu engagieren und neue Projekte in Angriff zu nehmen.

Neuer Diözesanvorstand

Gewählt wurde ein neuer Diözesanvorstand. Neben den Vorsitzenden Elisabeth Gassner (Matting) und Max Hastreiter (Gleißenberg) sowie ihren Stellvertretern Silvia Schroll (Straubing) und Manfred Kellner (Waldthurn) gehören ihm Christine Reitinger (Geiselhöring), Anita Franz (Tirschenreuth) und Thomas Schmid (Dürnsricht/Wolfring) an. Geschäftsführender Bildungsreferent Klaus Hirn und Gertrud Binner ergänzen als hauptamtliche Mitarbeiter mit Landvolkpfarrer Kalis das Gremium.

Aus eigenem Wunsch waren Alfons Wittmann und Josef Regler aus dem Diözesanvorstand ausgeschieden.
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