Mit Bob Ross auf der Bühne

Für die jungen Musiker der Nabburger Jugendblaskapelle bedeutete es einen Höhepunkt in ihrer Karriere und zugleich einen vollkommen neuen Erfahrungsschatz, zusammen mit dem renommierten Dirigenten Bob Ross (links stehend) aufzutreten. Bild: bph

Ein nicht alltägliches Konzerterlebnis war für die Jugendblaskapelle Nabburg der Auftritt beim Jubiläumskonzert "30 Jahre Blechschaden" in der Max-Reger-Halle. Beim gemeinsamen Finale mit dem Brass-Ensemble der Münchner Philharmoniker konnten die Musiker die energiegeladene Bühnenpräsenz des quirligen Dirigenten Bob Ross hautnah miterleben.

Die Nabburger Jugendblaskapelle unter Leitung ihres Dirigenten Markus Ferstl war als Vororchester mit knapp 60 Aktiven angereist, um ab 19 Uhr das Publikum im Foyer der Halle in Weiden auf das Konzert-Event von "Blechschaden" einzustimmen. Für das gelungene Vorspiel gab es viel lobende Worte aus den Reihen des fachkundigen Publikums. Die Zuhörer waren überrascht, dass der junge Klangkörper trotz seiner Größe eine so beeindruckende Geschlossenheit präsentiert. Den jungen Musikern gelangen dabei ihre zum Teil virtuosen Einsätze mit imponierender Sicherheit.

Schnell bei "Blechschaden"

In Windeseile verflog die dreiviertel Stunde Spielzeit, bis es hieß "die reservierten Plätze einnehmen". Nun ging es Schlag auf Schlag. Die elf Männer um Ross servierten nonstop beliebte Stücke der populären Musikliteratur in einer imponierenden, mitreißenden Art und Weise. Gespannt lauschten die Amateure den Profis bei Titeln wie "Peter Gunn Theme" (Henry Mancini), "Salamanca" (Dave Baker/Pol Stone), "The Hustle" (Van McCoy), "Konzert für zwei Trompeten" (Antonin Vivaldi), "Chaconne" (G.F. Händel) oder "Bad Medicine" (Jon Bon Jovi/Desmond Child).

In der Pause durften die Musiker der JBKN bereits ihre Plätze auf der Bühne für das Finale einnehmen und Künstlernähe spüren. Zusammen mit den Besuchern erlebten sie erneut herrliche, ungewöhnlich schöne Intonation und saubere, ausgefallene Artikulationen der hervorragenden Instrumentalisten von "Blechschaden" bei den Titeln "Second Waltz" (Dimitri Shostakovich), "Csárdás" (Vittorio Monti), "I Got Rythm" (Georg Gershwin), "Toccata" (J.S. Bach), "True Love Ways" (Buddy Holly) und "Hey Jude" (John Lenon/Paul McCartney).

Ob feierlich-getragene Händel-Klänge, ein triumphal-trotziger Zarathustra oder ein rockiger Song - stets wurden die Stücke in einer überraschend pointierten und oft witzigen Version abgeliefert. Dass die Orchestermusiker absolute Könner auf ihren Instrumenten sind, bewies gerade die brillant geblasene Dynamik. Gespannt verfolgen die Zuhörer den Klängen bis zum Endspurt. So vergingen die zwei Konzertstunden wie im Flug bis drei gemeinsam gespielte Zugaben den nicht alltäglichen Abend abrundeten.

Begeistertes Publikum

"Smoke on the Water", "Radetzky-Marsch" und "Y.MC.A." - gemeinsam schwungvoll dargeboten von Blechschaden und der Jugendblaskapelle Nabburg rissen das volle Haus zu Beifallsalven und Standing Ovations hin. Erst nach einer weiteren Zugabe durften Bob Ross und "Blechschaden" die Bühne verlassen.
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