Mit Drahtesel auf "Route 66"

Der "Highway Junkie" erwies sich als extrem sattelfest: In 100 Tagen radelte Dirk Rohrbach 7600 Kilometer quer durch die USA.

Für den Radiomoderator und Arzt Dirk Rohrbach war es der 40. Besuch in den Vereinigten Staaten. Die zweiwöchige Überfahrt in die "neue Welt" hatte der gebürtige Hanauer an Bord eines Frachtschiffs auf der Linie Bremerhaven-New York absolviert. Vor 300 Zuschauern erzählte der Amerika-Fan in der Max-Reger-Halle von seinen Erlebnissen. Präsentiert wurde die Multivisionsshow vom Medienhaus "Der Neue Tag". Die Tour begann in New York. Rohrbach war das allererste Mal in "Big Apple", den er bis dahin gemieden hatte. "Ich bin ein Landei."

Auf Rockys Spuren

Der Mediziner war begeistert. Die erste große Herausforderung stellten für ihn die Appalachen dar. Vorher radelte der "Highway Junkie" aber noch nach Philadelphia, um sich dort auf Rockys Spuren zu begeben. In keinem anderen Land der Erde fühle er sich so wohl wie hier, sagte Rohrbach, der süchtig sei nach den endlosen Weiten Nordamerikas. Seit nunmehr 25 Jahren durchkämmt er den Kontinent mit seinem Fotoapparat. Seine Eindrücke packt er in Bücher und Vorträge. Er war schon zu Fuß unterwegs, in seinem Ford Truck "Loretta" und im Kanu. Immer wieder traf er ganz besonders nette Leute, Typen, wie es sie nur in Amerika gibt. Auch diesmal hatte er wieder mit unzähligen Amerikanern geplaudert, darunter die kleine Schwester von Johnny Cash.

Country-Metropole

Seine Tour führte ihn durch "Small Town America", durch die kleinen Städtchen. Natürlich passierte er auch so berühmte Metropolen wie Nashville/Tennessee, wo er das große Musikfestival besuchte. Rohrbach besichtigte das größte Baumhaus der Welt, unterhielt sich mit einem 82-jährigen Freak, der Metallschilder bastelt und stoppte in Utah bei einem Biobauern.

Natürlich strampelte er auch eine Weile auf der berühmten "Route 66" und traf in Kalifornien einen charismatischen Designer, der Autokarosserien veredelt. Er sprach mit Träumern, Rednecks, Freigeistern und Rad-Vagabunden. Er radelte an monotonen Weizenfeldern vorbei, durch endlose Prärien und hohe Berge. Jetzt nahm Rohrbach seine Zuschauer mit auf eine Reise durch Amerika, das den Reisenden an jeder Ecke aufs Neue fasziniert.
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