Mit Musik bricht das Eis

Die Stücke, die ihr Musikant Gerhard "Bifi" Köbler vorspielte, haben der vierjährigen Rajan aus Syrien gut gefallen. Nicht nur ihr - auch die Erwachsenen rückten beim Kennenlern-Frühstück für Flüchtlinge im Wutschdorfer Pfarrheim zusammen. Bild: gri

Es ist nicht schwer, aufeinander zuzugehen. Jemand muss nur den ersten Schritt wagen. In Wutschdorf waren Flüchtlinge zum Kennenlern-Frühstück eingeladen. Dabei reichten sich Einheimische und Fremde die Hand.

Integration und Ziehharmonika: In Wutschdorf waren die in der Gemeinde untergebrachten Flüchtlinge zu einem Kennenlern-Frühstück ins Pfarrheim eingeladen. Musikant Gerhard "Bifi" Köbler spielte dabei mit der Quetschn auf und sofort traten kulturelle Unterschiede in den Hintergrund. Bei Kaffee und Kuchen und einem gemütlichen Frühschoppen-Seidl knüpften die Gäste erste freundschaftliche Kontakte.

Zwei Familien im Dorf

In Freudenberg und Wutschdorf leben derzeit zwei Familien aus Tschetschenien und Georgien. Extra aus Amberg waren die Syrer gekommen, die bereits im vergangenen Jahr freundliche Aufnahme gefunden hatten und zwischenzeitlich in die Stadt ziehen mussten. "Wir wären gerne in Freudenberg geblieben", sagte der syrische Familienvater. Aufgrund der Vorschriften musste die Familie mit ihren drei Kindern aber die Wohnung wechseln. Während die Buben und Mädchen von Asylsuchenden und Einheimischen draußen im Pfarrgarten Osternester suchten, erzählten die Eltern aus ihrem Leben. Auf großes Interesse stießen natürlich Geschichten von der Flucht und die Beweggründe dafür. Die Pfarrgemeinde stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, im Hintergrund arbeiteten etliche Familien zusammen, damit dieses Treffen stattfinden konnte. Es soll nicht das letzte gewesen sein.
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