Mit Vollgas aus der Gruft

Die Nordoberpfälzer Band "Cruizzen" hat einen Plattenvertrag über fünf Jahre abgeschlossen und das neue Album "Free Ride" auf den Markt gebracht. Bild: hfz

Die Band "Cruizzen" hatte seit 2006 richtig Fahrt aufgenommen. Nach dem Video-Dreh zum Song "Crazy Dayzz" auf der damals neuen Autobahn A6 folgten zig Gigs sowie Auftritte auf Partys und Festivals. 2012 verringerte die Band ihr Tempo. Sie stand kurz vor der Auflösung. Auf einmal meldete sich aber eine Plattenfirma.

Es ist das Leben, das manchmal die unglaublichsten Zufälle schreibt. So auch bei der Nordoberpfälzer Band "Cruizzen", die Anfang 2013 nach über zehnjährigem Bestehen, kurz vor dem Aus stand. "Die Band hatte nur noch zwei Mitglieder", erinnert sich Gitarrist Hubert "Captain" Forster. "Wir wollten es irgendwie ausklingen lassen und hatten bereits schon den aktuellen Betrieb der Homepage nahezu eingestellt."

Doch unverhofft kommt oft - just in dieser Phase flatterte Forster überraschend ein Angebot von "Pure Rock Records" für ein neues Album auf den Tisch. Die Scheibe "Free Ride" erschien am 5. Dezember und wird am Samstag, 31. Januar, ab 21.30 Uhr im Rockmusikclub "Salute" mit einer Release-Party und einem Konzert offiziell vorgestellt.

Der für "Cruizzen" erste Meilenstein wurde bereits im Jahr 2006 mit dem Album "Hellrocker" gesetzt. Von da an war die Band bis zum vorerst letzten Gig im Juni 2009 vorwiegend im Süddeutschen Raum aktiv, meistens jedoch als Supporter für andere eigenständige und Tribute-Cover-Bands. Ein absolutes Highlight in dieser Periode war der Videodreh zum Song "Crazy Dayzz", für den eine 20 Kilometer lange Autobahnstrecke auf der damals noch nicht fertiggestellten neuen A6 zwischen Amberg und Wernberg her musste, um eine Roadmovie-Story mit Bikerclubs, Harleys und US-Cars erzählen zu können.

"Nach sechs verrückten Jahren und vielen Gigs aufwendigen Studioaufenthalten und einem durchgeknallten Videodreh war im Frühsommer 2012 plötzlich Schluss", erinnert sich Forster. Die beiden noch übrig gebliebenen Band-Mitglieder Alex Mayer und der "Captain " beschlossen daraufhin Ende 2012, das Feuer trotz allem nicht ganz ausgehen und noch eine winzig kleine Sparflamme in Form einer Startseite mit den Bandkontakten, dem "Crazy-Dayzz"-Video, einigen Song-Outtakes sowie diversen Verlinkungen aus Datenbanken und Fanzines im Web weiter züngeln zu lassen. "Zum Glück haben wir das gemacht", so der "Cruizzen"-Gitarrist.

Denn im Frühjahr 2013 erreichte die Band - oder was davon noch übrig war - eine Mail von "Pure Rock Records" mit dem Vorschlag, ein neues Album zu produzieren. "Nach vielen Gesprächen und intensiver Überlegung entschlossen wir uns, das Wagnis einzugehen und sich Gedanken über die Umsetzung einer solch absolut einmaligen Chance zu machen", erinnert sich Forster.

Nachdem das Ziel festgestanden war, stellte sich "Cruizzen" die Frage, wie man dieses am besten erreichen könnte. Darauf stießen Mike Hennig als Produzent und Gitarrist, dessen langjähriger Kollege René Baumann als Drummer und Markus Kerscher als Bass-Gitarrist zur Band, die im Juni 2013 den fünfjährigen Plattenvertrag unterschrieb. Dann ging's ins Studio und nach 15 Monaten hatte die Band die Scheibe "Free Ride" in trockenen Tüchern.

Entstanden ist dabei ein Album mit 13 selbstgeschriebenen Songs, die dem "Bad Ass Rock'n'Roll" - wie die Band ihren Stil selbst beschreibt - vollkommen entspricht. "Wir freuen uns über den Neustart und über das Album, welches nach der Bandgründung und dem Release des Debütalbums 'Hellrocker' für uns nun den ersten internationalen Aufschlag in der Profi-Liga darstellt", sagt "Captain" Forster.

Auf alle Fälle wolle die Band die nächsten Jahre nochmals Vollgas geben. Ihrer Musik, der "schönsten Nebensache der Welt" frönen und im Studio in Hirschau Minimum zwei weitere Alben produzieren. Weitere Infos über "Cruizzen" und auch Hörproben des neuen Albums gibt es unter www.cruizzen.com
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