Mit Zähnen und Klauen

Selbstwerber, also Bürger, die ihr Holz gegen kleines Geld selbst aus dem Stadtwald holen, sind der größte Feind des "Totholzes". Die Stämme sind trocken und sehr begehrt. "Wir müssen mit Nachdruck darauf hinweisen, dass sie liegen oder stehen bleiben sollen. Manchmal müssen wir das ökologisch wertvolle Holz mit Zähnen und Klauen verteidigen. Das gelingt aber nicht immer", räumt Stadtförster Wolfgang Winter ein.

Wer im Stadt- oder Stiftungswald Holz machen will, braucht viel Geduld. Es gibt nämlich immer noch eine lange Warteliste. Wer sich jetzt anmeldet, kann erst in eineinhalb Jahren die Axt im Wald schwingen. Pro Jahr gibt Winter bis zu 100 "Selbstwerber-Scheine" aus. "Derzeit warten rund 150 Weidener darauf." Im Durchschnitt holen sich die Selbstwerber etwa 15 Ster aus dem Wald. "Die Bandbreite reicht von fünf bis 20 Festmetern." (wd)
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