Mitten im eng bebauten Ortskern Pursrucks rauchte es aus einer Scheune nach einem fiktiven Blitzschlag, das Feuer griff in diesem Szenario auf das Wohnhaus über. "Gebäudebrand in der Hirschauer Straße 15, eine Person vermisst!", lautete der Alarmruf der integrierten Leitstelle.
Dichter Rauch raubt die Sicht

Unter schwerem Atemschutz retteten die Einsatzkräfte bei der Übung die als vermisst gemeldete Person. Bild: hfz
Kommandant Gottlieb Schäffer leitete die komplexe Großübung und gab die Einsatzbefehle an die rund 90 Aktiven der nach und nach eintreffenden acht Feuerwehren aus der Gemeinde Freudenberg weiter. Effektive Unterstützung kam von der Feuerwehr Hirschau, die mit ihrer Drehleiter zu dem schwer zugänglichen Gebäudekomplex anrückte.

Als erstes am Unglücksort waren die Pursrucker. Sie entnahmen Löschwasser aus dem Unterflurhydranten am Vorplatz der Kirche. Umgehend versuchten die Einsatzkräfte, einen Riegel zwischen dem Brandobjekt und dem angrenzenden Wohnhaus zu errichten, was auch schnell gelang. Die Feuerwehren aus Lintach und Hiltersdorf hatten die Aufgabe, mit einer 200 Meter langen Schlauchleitung von einem Weiher Wasser heranzuschaffen und den Brand an der östlichen Gebäudeseite zu bekämpfen. Schwierig gestaltete sich die Personenrettung für die Atemschutztrupps der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf. Es bedurfte zweier Wärmebildkameras, um bei dem dichten Rauch den Vermissten hinter einer Hackschnitzeleinlagerung zu finden und zu bergen.

Die aus Bühl und Aschach kommenden Wehren zapften mit ihren Pumpen einen Weiher an der Schwander Straße an und versorgten mit dem Wasser die Drehleiter-Besatzung. Erfolgreich verlief auch die Brandbekämpfung der Feuerwehren Immenstetten und Etsdorf, die lange Wegstrecken zum Brandobjekt zurücklegen mussten.

Die Führungskräfte, bestehend aus Kreisbrandinspektor Hubert Blödt (Kümmersbruck) und den Kreisbrandmeistern Armin Daubenmerkl (Freudenberg) und Alexander Graf (Ursensollen), äußerten sich sehr positiv. Blödt betonte bei der Abschlussbesprechung in Schwand die schwierige Aufgabenstellung durch die eng aneinander gebauten Gebäude. Zweiter Bürgermeister Alfred Weiß schloss sich dem Lob an und zeigte sich stolz, dass die Einsatzkräfte dank fundierter Ausbildung die komplizierten Geräte beherrschen.
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