Mobil mit Strom

Die Elektromobilität war Thema von Lukas Stollner, Fabian Dietl, Alexandra Barth, Hardy Barth, Brigitte Bachmann, Ismael Ertug, Gerhard Kopf und Waldemar Wedel (von links). Bild: no

Wenn eines Tages die Elektromobile durch den Landkreis düsen, liefert unter anderem eine Schwender Firma die Technik für ihre Ladestationen. Dies und mehr erfuhr EU-Politiker Ismael Ertug von Firmenchef Hardy Barth.

Großes Lob für das Know-how des mittelständischen Unternehmens von Hardy Barth in Schwend gab es vom SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, (MdEP) Ismael Ertug, bei einem Ortstermin, der auf Initiative der Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann, zustande kam. Der Dank Bachmanns galt dem Firmeninhaber und seiner Frau Alexandra, die einen Einblick in den innovativen Betrieb ermöglichten.

Erst Elektrohandel

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann 1997, als Hardy Barth einen Elektrohandel im Nebenerwerb gründete. 2006 zog die Firma in ein neues Gebäude mit 350 Quadratmetern für Büro- und Lagerfläche. Die neue Lagerhalle mit 750 Quadratmetern konnte ab 2009 genutzt werden. Hardy Barth beschäftigt inzwischen über 25 Mitarbeiter.

Drei Fahrzeuge

Beim Ortstermin von MdEP Ismael Ertug entwickelte sich der Themenkomplex "Elektromobilität" zu einem Schwerpunkt der Gesprächsrunde. Zu Beginn dieses Jahres begann die Firma Barth mit der Entwicklung eigener Ladesäulen für Elektroautos, wobei das Produkt "Voltbox Q4" vom Unternehmen in Schwend fertiggestellt und auf den Markt gebracht wurde. Hardy Barth hat in seinem Betrieb drei Elektrofahrzeuge im Einsatz. Gemeinsam mit Brigitte Bachmann machte Ismael Ertug mit einem der Autos auf dem Firmengelände eine kleine Probefahrt.

Der Unternehmer erläuterte die Vorzüge der Voltbox-Ladesäule. Sie erlaube eine intelligente Überschuss-Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, wie zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen. Genau dies praktiziere er in seinem Betrieb. Es gibt Ladesäulen für den öffentlichen Bereich, speziell für die Aufladung von Firmenflotten oder zum Einsatz auf öffentlichen Parkflächen, wobei auch E-Bikes und E-Roller dort aufgeladen werden können. Daneben bietet der Betrieb auch die Ladestation für die private Garage, ausgestattet mit Ladekabel oder Ladekupplung, an. Dazu gibt es ein flexibles Abrechnungssystem, entweder bar über einen Münzautomaten oder über ein Onlineportal. Für Hardy Barth hat das Zeitalter der Elektromobilität erst begonnen. Der Geschäftsführer des ZEN in Ensdorf, Gerhard Kopf, wies darauf hin, dass man mit dem Unternehmen in Schwend eng zusammenarbeite. Mittlerweile gebe es zwei Voltbox Q4-Ladesäulen in der Region, zum einen auf dem Gelände des Landratsamtes in Amberg und zum anderen vor den Klostermauern in Ensdorf.

"Oft nicht einfach"

Kopf betonte, Ziel im Landkreis müsse sein, dass es in jeder Gemeinde eine solche Ladesäulen gibt. Europaparlamentarier Ismael Ertug lobte den Innovationsgeist von Hardy Barth. Seiner Auffassung nach, sei der Elektrofahrzeugmarkt ein Bereich mit sehr guten Zukunftschancen "und die Technik ist besser als ihr Ruf". Es müsse sich eine Zusammenarbeit zwischen dem Gesetzgeber und den Firmen, die das Know-how liefern, entwickeln. Auf europäischer Ebene werde er sich dafür stark machen. "In der EU ist es jedoch nicht einfach, die Vorstellungen der 28 Länder im Energiebereich unter einen Hut zu bringen."
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